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1.Bundesliga33 Artikel

Mögen die Spiele beginnen!

FC St. PauliTorsuchti 03.10.2025ZAT 1169 Wörter
Die neue Saison der Bundesliga. 18 Mannschaften, davon 4 Mannschaften aus Norddeutschland: SV Werder Bremen, Holstein Kiel, Hamburger SV und wir. Daneben leider 4 trainerlose Mannschaften: FC Augsburg und die drei Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern, FC Schalke 04 und SG Dynamo Dresden. Augsburg wird den ehemaligen Trainer Wasserlasser vermissen. Eintracht Frankfurt hingegen hat einen neuen Trainer: SamiNo. Nordic ist der Ligaleiter, da kann nichts schiefgehen. Wir starten mit 57,5 TK. 1,5 TK mehr als der Zweitplatzierte FC Bayern München. 8,5 TK mehr als die Aufsteiger. Eine bequeme Ausgangslage also.
Am ersten ZAT werden wir gegen SC Freiburg (auswärts), FC Bayern München und Borussia Dortmund (beide im Heimspiel) antreten. Die Freiburger haben uns das Double vermasselt. Das werden wir euch nicht vergessen. Wir schwören Rache.
Eintracht Frankfurt wird gleich am ersten ZAT den norddeutschen Fußball kennenlernen. Holstein Kiel und Hamburger SV, zeigt es den Frankfurter Würstchen!
Es wird schwierig, den Titel zu verteidigen, doch wir werden es versuchen. Mit breiter Brust.

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Eintracht FrankfurtSamiNo 03.10.2025ZAT 1487 Wörter
SamiNo übernimmt die Eintracht
Die Eintracht startet in eine Saison und stellt zu Saisonbeginn 2025-3 einen Trainer vor: SamiNo, der AJ Auxerre über zwei Amtszeiten zur europäischen Schwergewichtsklasse geführt hat, schlägt seine Zelte nun in Frankfurt auf. Zwölf Saisons prägte er dort eine Ära, formte aus Tradition Substanz und aus Substanz Silberware. Zwei Meisterschaften, fünf Ligapokale (bei zwei weiteren Endspielen), zwei Pokalsiege und der Durchmarsch erst bis ins Europa-League- und dann auch bis ins Champions-League-Finale. Nun also Frankfurt. Der letztjährige Tabellenvierte geht in die Conference League, in der Liga startet die SGE auf Platz vier hinter St. Pauli, Bayern und Köln.
In Frankfurt findet SamiNo einen Klub mit breiter Brust, klarer Identität und einem Kader, der Tempo, Wucht und Kombinationslust verbinden kann. Die Bundesliga verspricht dabei ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten: St. Pauli startet als Nummer eins im Ranking, Bayern lauert, Köln ist frech, und die Eintracht sitzt im Windschatten – genau dort, wo sich ein guter Jäger am wohlsten fühlt.
Die Eintracht kommt aus der Vorsaison mit breiter Brust. In der Saison 2025-2 holte sie in Summe das, was am Ende Platz vier absicherte: Stabilität zuerst, Effektivität danach. Die Mannschaft bewies, dass sie enge Spiele auf ihre Seite ziehen kann – ein Fundament, auf dem SamiNo aufbaut. 
Und jetzt der Blick nach vorn, auf die kommenden drei Spieltage, die den Ton setzen werden:
Holstein Kiel – Eintracht Frankfurt als Auftakt (04.10.2025, 22:00). Die Uhrzeit wirkt spät genug, dass die Stadt bereits zur Ruhe kommen möchte, früh genug, um doch noch wach zu bleiben. In Kiel weht traditionell mehr Wind als Pathos, Spiele entscheiden sich dort oft zwischen Eckfahne und Einwurf.
Eintracht Frankfurt – Werder Bremen danach: der erste Abend daheim. Es ist das Spiel, in dem die Leute weniger auf die Taktik schauen als auf das Gefühl: Wir hier, ihr da, und was machen wir draus.
Hamburger SV – Eintracht Frankfurt schließlich, ein Auswärtsspiel, das nie nur aus 90 Minuten besteht, sondern auch aus einem halben Roman über Stimmung, Erwartung und das erste Foul an der Seitenlinie. In Hamburg lernen neue Trainer, wie lang ein Gang in die Kabine sein kann.
Über allem steht die große, langweilige Wahrheit einer Saison: Sie ist lang. Die Setzliste führt andere, Frankfurt steht nah genug dran, um das zu mögen, und weit genug weg, um niemandem etwas schuldig zu sein.
SamiNo ist in Frankfurt angekommen, nicht als Heilsbringer, nicht als Feindbild, sondern als das, was dieser Klub regelmäßig braucht: ein Trainer, der den Lärm sortiert und das Nützliche vom Netten trennt. Die nächsten drei Spiele werden keine Urteile sprechen, aber sie werden Sätze beginnen, die man im Winter fortschreibt. 

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Eintracht FrankfurtSamiNo 10.10.2025ZAT 2368 Wörter
Nordwind, Senf und sechs Punkte
Der erste ZAT ist durch, der Kalender roch nach Herbst und nach Nordsee. Frankfurt hat sich dreimal die Schuhe geschnürt, einmal im Kieler Nieselregen stolpernd, danach zweimal mit geradem Rücken. Unterm Strich stehen sechs Punkte, Platz acht und ein leiser Seufzer: Es hätte schlimmer kommen können... und lauter, wenn man manche Vorberichte ernst genommen hätte.
Vor dem Anpfiff schrieb St.-Pauli-Coach Torsuchti mit breiter Brust vom norddeutschen Quartett und davon, die „Frankfurter Würstchen“ einmal richtig kennenzulernen. Antwort aus dem Süden der Republik, freundlich, aber nicht ohne Pfeffer: Danke für die Einladung zur Kostprobe – in Kiel haben wir die Küche gesucht und nur den Ausgang gefunden (0:3), in Hamburg haben wir stattdessen den Grill angeworfen (4:1). Dazwischen lag ein offenes Heimfenster gegen Bremen (4:2), durch das die Eintracht frische Luft ließ und drei Zähler einsackte.
Die Tabelle nach ZAT 1 wirkt wie eine kleine Verkehrsdurchsage: Bochum vorneweg mit neun Punkten, dahinter Leverkusen und Stuttgart, St. Pauli im Rückspiegel, weiterhin selbstbewusst. Frankfurt mit 6:2 Toren und sechs Punkten auf Rang acht. Solide, unspektakulär, brauchbar. Unten blinken Dresden, Schalke und ein überraschend zahnloser SC Freiburg. Das alles sagt noch wenig über den Winter, aber genug über die Laune am ersten Wochenende.
SamiNo, neu am Main, verteilt weder Heldensagen noch Ausreden. Er spricht von Arbeitstagen und vom Rhythmus, den eine Mannschaft erst findet, wenn sie unterwegs merkt, wo der Takt stockt. In Hamburg passte der Takt, in Kiel nicht. Wer daraus eine Weltformel basteln will, soll sich im Fanshop einen Taschenrechner holen.
Jetzt kommt der zweite ZAT und schiebt das Drehbuch einen Absatz weiter: Erst Freiburg in Frankfurt – ein Gegner mit Reperaturbedarf und Reizpunktcharakter. Danach der Ausflug nach München, wo man keine Gedichte rezitiert, sondern nüchtern Punkte zählt. Und zum Dessert der Besuch von St. Pauli am Main. Gelegenheit, den kulinarischen Disput mit Torsuchti auf dem Rasen zu klären. Die Liga hat Tempo aufgenommen, die Eintracht hat Anschluss. Mehr muss es nach drei Spielen nicht sein. Weniger sollte es nicht werden.

Der VFB mit einem guten Start

VfB StuttgartFlorian Kraus 18.10.2025ZAT 3398 Wörter

Nach sechs Spielen stehen für den VfB unter Trainer Florian Kraus bereits zwölf Punkte auf dem Konto – ein solider Start, der Anlass zu Optimismus gibt. Nach einer durchwachsenen letzten Saison, in der es immer wieder zu unerklärlichen Aussetzern kam, scheint das Team nun deutlich gefestigter aufzutreten. Schon in der Vorbereitung wurde intensiv daran gearbeitet, die Schwächen aus der Vorsaison zu analysieren und abzustellen. In einem ausführlichen Gespräch mit dem Vorstand wurden klare Ziele und Erwartungen für die neue Spielzeit formuliert. Dabei ging es nicht nur um Tabellenplätze, sondern vor allem um Konstanz, Disziplin und mannschaftliche Geschlossenheit.

Trainer Florian Kraus hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Mannschaft taktisch variabler und mental stabiler einzustellen. Der bisherige Saisonverlauf zeigt, dass die Spieler die neue Linie gut annehmen und mit hoher Einsatzbereitschaft auf dem Platz umsetzen. Zwölf Punkte nach sechs Partien sind ein Beleg dafür, dass der eingeschlagene Weg stimmt. Dennoch bleibt die Mannschaft auf dem Boden. Gerade in der Offensive gibt es noch Luft nach oben, da andere Teams in dieser Hinsicht aktuell stärker aufgestellt sind. Entscheidend wird sein, weiter konzentriert zu arbeiten und in jedem Spiel die eigenen Stärken konsequent auszuspielen.

Kraus betont, dass Fußball immer ein Prozess sei und Entwicklung Zeit brauche. Die Basis sei gelegt, doch nun gelte es, Woche für Woche nachzulegen und die gute Ausgangsposition zu festigen. Der Trainer sieht sein Team auf dem richtigen Weg, spürt aber auch, dass noch viel Arbeit vor ihm und seiner Mannschaft liegt. Mit der aktuellen Mentalität, dem klaren Fokus und der Unterstützung des Vereinsumfelds ist die Hoffnung groß, dass die Saison  besser verlaufen wird als die letzte. Der Anfang ist gemacht – jetzt heißt es, am Ball zu bleiben.

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Eintracht FrankfurtSamiNo 16.10.2025ZAT 3329 Wörter
Der zweite ZAT ist gespielt und langsam bekommt diese Saison Kontur. Die Tabellen sortieren sich, erste Tendenzen werden zu Mustern und irgendwo dazwischen steht Eintracht Frankfurt, die Mannschaft, die sich unauffällig nach oben arbeitet. Zwölf Punkte nach sechs Spielen, Platz 2 in der Tabelle. Das liest sich nüchtern, ist aber das Resultat präziser Arbeit zwischen Euphorie und Disziplin. Und ausgerechnet Meister St. Pauli liefert die Begleitmusik.
Vor dem ZAT schrieb Torsuchti seinen gewohnten Wochenbrief, halb Kolumne, halb Küchenpoesie. „Respekt, Frankfurter Grillmeister“, stand da, garniert mit Erinnerungen an Bratwurst, Taktik und norddeutschen Stolz. Das ist charmant und klingt fast so, als wolle man den Spieß schon wieder umdrehen. In Frankfurt nimmt man’s mit einem Augenzwinkern: „Wir grillen selten zweimal dieselbe Mannschaft.“
Denn der zweite ZAT war weniger Show, mehr Handwerk. Ein hart erkämpftes 3:2 gegen Freiburg, ein knapper Dämpfer in München, ein Statement beim 5:0 gegen St. Pauli. Kein Spektakel um des Spektakels willen, sondern Spiele, die auf Details entschieden wurden. Während Leverkusen die Tabellenführung übernimmt und Bayern leise klettert, bleibt Frankfurt unaufgeregt – was in dieser Liga vielleicht die gefährlichste Haltung überhaupt ist.
Und apropos Liga: Wo sind eigentlich die anderen Trainer? Früher prasselten Artikel, Meinungen, kleine Spitzen durch den Kicker. Jetzt herrscht auffällige Funkstille. Wirklich zufrieden, ihr stillen Strategen? Ein bisschen Wortgefecht hat noch keiner Mannschaft geschadet. Wer also noch grübelt, ob sich Schreiben lohnt: Es lohnt sich. Nicht alles muss im Trainingslager bleiben.
Am kommenden Samstag geht’s weiter. Der dritte ZAT ruft und Frankfurt wird wieder unterwegs auf vertrauten Rasen und in feindlichem Gelände sein. Taktisch dürfte das Pendel erneut irgendwo zwischen Risiko und Ruhe schwingen. Was genau, bleibt Betriebsgeheimnis. Nur so viel sei verraten: Wer denkt, die Eintracht würde sich auf Grillrezepte verlassen, der unterschätzt, wie still man Feuer machen kann.

Respekt, Frankfurter Grillmeister!

FC St. PauliTorsuchti 12.10.2025ZAT 3155 Wörter
Platz 5, dafür aber noch sehr viel TK. Der 2. ZAT. Drei Spiele. In jedem Spiel sind 5 Tore gefallen. Ohne Gegentor. Einmal gegen Stuttgart verloren und einmal gegen Stuttgart gewonnen. Das gleicht sich wieder aus. Gegen Frankfurt verloren. Würstchen sind sie wahrlich nicht. Wir selbst sind in diesem Spiel auf den Grill gelandet.
Zum norddeutschen Fußball: Kiel hatte am 1. ZAT seine Pflicht erfüllt. Der Hamburger SV hatte enttäuscht. Unsere Niederlage am 2. ZAT in Frankfurt war rein taktischer Natur. Manchmal bedarf es zu einem großen Sieg kleine Niederlagen. Von einem Nordwind konnte nicht wirklich die Rede sein. Eher von einem lauen Lüftchen. Da müssen sich die norddeutschen Mannschaften schon mehr anstrengen.
Am nächsten ZAT müssen wir gegen zwei trainerlose Mannschaften antreten: FC Augsburg und FC Schalke 04. Die sind unberechenbar. Taugt Augsburg noch was? Sind die Schalker noch Schalke? Wir werden es erfahren.

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Eintracht FrankfurtSamiNo 25.10.2025ZAT 4381 Wörter
Es war keine Woche für laute Töne. Der dritte ZAT brachte der Eintracht Frankfurt einen Dämpfer, wie er im Fußball immer dann kommt, wenn Euphorie zu Routine wird. Drei Spiele, zwei Niederlagen, darunter die erste Heimschlappe der Saison und als wäre das nicht genug, kam das Aus in der Conference League obendrauf. Eine Woche zuvor noch ein leiser Mitfavorit, jetzt ein Team, das innehalten muss. Nicht, weil es schlecht spielt, sondern weil der Rhythmus verrutscht ist.
Das 1:3 zuhause gegen Stuttgart tat weh. Nicht, weil der VfB besser war sondern, weil Frankfurt sich selbst überforderte. Zu viel Wille, zu wenig Klarheit. Dazu die 0:4-Pleite bei den Stuttgarter Kickers: ein Gegner, der früh presst und eine SGE, die zu spät reagiert. Immerhin: Das 1:0 gegen Dortmund am Ende war ein kleiner Trost – ein Ergebnis, das zeigt, dass der Glaube an Stabilität nicht verloren ist.
Parallel in Europa ging die Tür leise zu. Nach einer soliden Vorrunde fehlte am Ende ein einziger Treffer, um das Weiterkommen zu sichern. Bitter, aber kein Weltuntergang. Immerhin läuft’s im DFB-Pokal: Platz zwei nach sechs Spieltagen... eine Basis, auf der sich aufbauen lässt.
Und dann war da noch der unvermeidliche Kommentar aus Hamburg. Torsuchti, der selbsternannte Nordgott des Grillens, fragte süffisant: „Wissen die Frankfurter nicht mehr, wie man grillt?“
Nun ja, Torsuchti, wir haben tatsächlich kurz Pause gemacht. Nicht aus Angst vor Flammen, sondern weil uns der Geruch von angebrannten Holzfässern an St. Pauli erinnert hat. Glückwunsch zur Tabellenführung... sie steht euch gut, solange sie hält. Aber kleiner Tipp aus dem Süden: Wer Spiritus verteilt, sollte sicherstellen, dass er nicht neben dem eigenen Tank steht.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Eintracht den Rückschlag als Lehrstück begreift oder als Stolperstein. Jetzt gilt, ruhig zu bleiben. Kein falscher Ehrgeiz, keine hektischen Kurswechsel. Die Saison ist jung, die Tabelle eng und manchmal muss man einfach durchatmen, statt nachzulegen. Frankfurt hat Qualität, Charakter und Zeit . Und vielleicht ist genau das gerade das Wichtigste: nicht zu brennen, sondern wieder sauber zu zünden. Die Grillsaison fängt erst noch an...

Wie lange hält der VFB das durch?

VfB StuttgartFlorian Kraus 25.10.2025ZAT 4427 Wörter

Der VfB Stuttgart unter Trainer Florian Kraus bleibt weiterhin ein fester Bestandteil der oberen Tabellenregion. Nach einem starken Saisonstart, in dem die Mannschaft nicht nur solide Leistungen zeigte, sondern auch in engen Partien die entscheidenden Momente für sich nutzen konnte, steht man nun punktgleich mit dem Tabellenführer. Doch trotz der erfolgreichen Bilanz zeigt sich zunehmend ein Bild, das in Stuttgart bereits für erste Nachdenklichkeit sorgt: Die Offensivreihe scheint in den vergangenen Spieltagen etwas an Frische verloren zu haben. Während zu Saisonbeginn nahezu jeder Angriff zielstrebig und mit Überzeugung vorgetragen wurde, wirkt das Angriffsspiel inzwischen phasenweise schwerfälliger und weniger zwingend.

Trainer Kraus ist sich dieser Entwicklung bewusst. In internen Gesprächen betont er, dass man die Mannschaft nicht überlasten dürfe. Viele Spieler haben seit Saisonbeginn ein enormes Pensum absolviert, sowohl taktisch als auch körperlich. Kein Wunder also, dass die Gedanken des Trainers durchaus bereits Richtung Winterpause schweifen. „Wir brauchen diesen Moment des Durchatmens, um Kräfte zu regenerieren und Abläufe im Training wieder mit voller Intensität zu schärfen“, heißt es aus dem Umfeld der Schwaben.

Entscheidend werden die nächsten beiden ZATs sein. Dort treffen die Stuttgarter auf Gegner, die selbst ambitioniert auftreten und die Schwächen in der Offensive genau beobachten werden. Gelingt es dem VfB, trotz nachlassender Durchschlagskraft weiterhin Punkte mitzunehmen, könnte das ein entscheidender Schritt im Meisterschaftsrennen sein. Sollte jedoch die Formkurve weiter leicht abfallen, könnte der Anschluss an die Tabellenspitze schneller verloren gehen als gehofft.

Eines steht fest: Die kommenden Wochen werden darüber entscheiden, ob Stuttgart seine starke Ausgangslage halten kann – oder ob die ersehnte Winterpause etwas früher gebraucht wird, als Kraus es ursprünglich geplant hatte.

Wissen die Frankfurter nicht mehr, wie man grillt?

FC St. PauliTorsuchti 23.10.2025ZAT 4252 Wörter
Unfassbar! Ein ZAT ohne NMR! Das musste mit unserer Tabellenführung gefeiert werden! St. Pauli ganz vorne und kein anderer! Ja, meine norddeutschen Mitstreiter: So geht Bundesliga! Holstein Kiel, SV Werder Bremen und Hamburger SV sitzen schön brav auf den Plätzen Sieben bis Neun. Von Neid kann keine Rede sein. Eher von heiliger Ehrfurcht. Schaut zu und lernt vom großen St. Pauli! Er zeigt euch, wie man (noch einmal) Deutscher Meister wird! Man muss sich nur etwas anstrengen. Die drei Vereine nehmen fleißig Notizen.

Vereine mit aktiver Pressearbeit wie den VFB (Verfasser von Flugblättern der Baden-Württemberger) Stuttgart schätzen wir ebenfalls ganz besonders. Eine weiße Weste ohne Ketchup-Flecken, wunderbar.

Aber was ist mit Eintracht Frankfurt passiert? Nur drei Pünktchen und zwei Törchen? Ist den Grillmeistern der Spiritus ausgegangen? Werden sie von den Grillern zu den Gegrillten? Werden sie zu Frankfurter Würstchen? Werden Muster wieder zu ersten Tendenzen? Wie dem auch sei, gerne liefern wir euch passende Begleitmusik und eine köstliche Küchenkolumne.

SamiNos Appell an die anderen Trainer zeigte ein wenig Wirkung: Florian Kraus hat zum Stift bzw. zur Tastatur gegriffen. Wir vom St. Pauli tragen mit Vergnügen etwas zum Wortgefecht bei. An dieser Stelle: Hier, SamiNo, nimm diese Flasche Spiritus und mach damit wieder ein kleines Feuerchen.

Wasserlasser, es ist schön, dich wiederzusehen. Ohne dich würde der FC Augsburg diese Saison wahrscheinlich nicht überstehen. Aber jetzt bist du wieder zurück. Und Augsburg darf wieder aufatmen.

Augsburg hofft auf das Wunder

FC AugsburgWasserlasser 20.10.2025ZAT 4615 Wörter

Die Rückkehr des Champions-League-Siegers: Augsburg hofft auf das Wunder

FC Augsburg | Saison 2025-3, nach dem 9. Spieltag Es ist eine Geschichte, die selbst Hollywood nicht besser hätte schreiben können. Nur wenige Monate nach seinem überraschenden Rücktritt kehrt der Trainer, der den FC Augsburg zum größten Triumph der Vereinsgeschichte führte, an die Seitenlinie zurück. Doch die Ausgangslage könnte kaum dramatischer sein.

Der Abschied im Triumph

Als ich nach dem Gewinn der Champions League in der Saison 2025-2 meinen Rücktritt erklärte, herrschte Unverständnis. Warum verlässt ein Trainer seinen Verein auf dem absoluten Höhepunkt? Die Antwort war simpel: Nach diesem Erfolg hatte ich alles erreicht, was möglich war. Der Druck, diesen Triumph zu wiederholen, erschien mir zu groß. Ich wollte auf dem Gipfel gehen, bevor der unvermeidliche Abstieg beginnt.

Die kurze Pause - und die schmerzhafte Erkenntnis

Die Wochen ohne Fußball waren merkwürdig. Zunächst genoss ich die Ruhe, die Distanz zum täglichen Wahnsinn. Doch dann sah ich die ersten Spiele der neuen Saison. Ich sah, wie mein Team, meine Spieler, kämpften. Wie sie verloren. Wie sie immer tiefer in den Tabellenkeller rutschten. Nach neun Spieltagen steht der FC Augsburg mit nur zwölf Punkten auf Platz 14. Vier Siege, null Unentschieden, fünf Niederlagen. 16 geschossene, 19 kassierte Tore - ein Torverhältnis von -3. Die Balance stimmt nicht mehr. Das ist nicht das Team, das ich verlassen habe. Das ist nicht der Europacup-Sieger. Da wurde mir klar: Ich hatte einen Fehler gemacht. Man verlässt sein Team nicht in schwierigen Zeiten. Und genau das hatte ich getan, auch wenn ich es damals nicht so sah.

Die Mission: Rettung und Wiederaufbau

Jetzt bin ich zurück. Nicht, weil ich den Ruhm suche. Nicht, weil ich beweisen muss, dass der Champions-League-Sieg kein Zufall war. Sondern weil ich eine Verantwortung habe. Gegenüber den Spielern, die für mich durchs Feuer gegangen sind. Gegenüber den Fans, die uns durch Europa getragen haben. Gegenüber diesem Verein. Die Aufgabe ist klar: Wir müssen uns aus dem Mittelmaß befreien und wieder nach oben blicken. Zwölf Punkte nach neun Spieltagen sind nicht das, wofür der FC Augsburg steht. Nicht nach dem, was wir gemeinsam erreicht haben.

Der Plan

Die Qualität im Kader ist vorhanden. Das hat die letzte Saison bewiesen. Was fehlt, ist das Selbstvertrauen, die Überzeugung, dass wir zu Großem fähig sind. Meine erste Aufgabe wird es sein, den Spielern genau das zurückzugeben. Wir werden zu unseren Stärken zurückkehren: Kompaktheit, Leidenschaft, Teamgeist. Die Dinge, die uns zum Champions-League-Sieger gemacht haben. Und wir werden kämpfen. Für jeden Punkt. Für jeden Zentimeter auf dem Platz. Die oberen Plätze sind noch in Reichweite. St. Pauli und Stuttgart führen gemeinsam mit je 21 Punkten die Tabelle an, aber wir haben nur neun Punkte Rückstand. Neun Punkte sind aufholbar. Es sind noch 25 Spieltage zu absolvieren. Noch 75 Punkte zu holen.

Das Versprechen

Ich verspreche den Fans: Ich werde nicht wieder gehen. Nicht vor Ende der Saison. Nicht, bis wir wieder dort stehen, wo wir hingehören. Diese Mannschaft hat das Zeug, ganz oben mitzuspielen. Wir müssen es nur wieder glauben. Die Rückkehr fühlt sich richtig an. Augsburg ist mein Zuhause. Diese Spieler sind meine Familie. Und gemeinsam werden wir zeigen, dass der letzte Triumph kein Einzelfall war. Der Abstiegskampf? Davon will ich nichts hören. Wir schauen nach oben. Immer nach oben.

Willkommen zurück, beim FC Augsburg. Auf ein Neues.

Im November fängt die Grillsaison erst so richtig an!

FC St. PauliTorsuchti 01.11.2025ZAT 5247 Wörter
Der FC St. Pauli grüßt die Bundesliga weiterhin von oben. Wir verstehen nicht, wie Vetinari nach Griechenland wechseln konnte, handelt es sich doch bei Deutschland um das beste Torrausch-Land der Welt. In Griechenland hingegen gibt es nichts zu holen. Die nehmen nur. Die griechen den Hals nicht voll. Und dafür opfert er auch noch den ehrwürdigen Klub Vfl Bochum! *kopfschüttel*

Wir sticheln gerne in der Zeitung. Uns stehen dabei genügend Stechnadeln zur Verfügung. Ja, wir liefern in der Liga. Ja, wir bauen unseren Vorsprung aus. Ja, wir regieren Fußballdeutschland. Bei den Kickers mussten wir kurz an unseren ehemaligen Vereinsnamen denken. Die Kiezkicker Hamburg. Das waren noch Zeiten.

Die Liga ist zusammenrückt, weil es draußen wieder kälter wird. Der Kampf um Europa geht weiter. Deutschland beansprucht die Herrschaft über den Kontinent für sich.

Währenddessen befindet sich Eintracht Frankfurt in einer Identitätskrise. Grillmeister oder Grillwürstchen? Ein Dämpfer. Ein Aus. Das Innehaltenmüssen. Im Rhythmus verrutscht. Eine besonders schmerzliche Heimniederlage. Überfordert.

Nordgott des Grillens. Dieser Titel gefällt mir. Keine Sorge, SamiNo, wir halten uns streng an die Brandschutzregeln. Wir selbst benutzen keinen Spiritus, sondern nur feste, geprüfte Grillanzünder aus dem Fachhandel. Garantiert klimaneutral! Trotzdem Danke für den Tipp aus Hessen.

Zum Schluss mahnt SamiNo zum bedächtigen Handeln. Es gilt: Bloß nicht zu viel Spiritus auf den Grill schütten, aber auch nichts anbrennen lassen. Ja, Grillen ist eine wahre Kunst!

Aufwärtstrend beim FCA: Sieben Punkte aus drei Spielen

FC AugsburgWasserlasser 26.10.2025ZAT 5425 Wörter

Augsburg - Der FC Augsburg hat in den letzten drei Spielen unter der Leitung des zurückgekehrten Trainers eine bemerkenswerte Leistungssteigerung gezeigt. Mit sieben Punkten aus drei Partien kletterte die Mannschaft von Platz 14 auf Platz 9 und hat sich damit im Mittelfeld der Tabelle festgesetzt.

Starke Serie bringt neues Selbstvertrauen

Nach der Rückkehr des Trainers zum 9. Spieltag präsentiert sich der FCA in deutlich verbesserter Form. Die jüngste Bilanz kann sich sehen lassen: Ein 3:2-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt, ein überzeugender 3:0-Erfolg gegen Borussia Dortmund und ein hart erkämpftes 3:3-Unentschieden auswärts bei Schalke 04.

Besonders erfreulich: In allen drei Begegnungen zeigte sich Augsburg offensiv durchschlagskräftig und erzielte insgesamt neun Tore. Die Mannschaft findet ihre Torfreude zurück und präsentiert sich vor dem gegnerischen Tor wieder entschlossen.

Defensive Stabilität kehrt zurück

Während die Offensive überzeugt, kassierte das Team in diesen drei Spielen nur fünf Gegentreffer. Besonders eindrucksvoll: Das 3:0 gegen Dortmund, bei dem die Defensive kompakt stand und dem Gegner kaum Chancen zuließ. Die Abwehr präsentiert sich wieder stabiler und gibt dem Team das nötige Fundament für erfolgreiche Auftritte.

Mit nun 19 Punkten nach 12 Spieltagen steht Augsburg punktgleich mit dem VfL Bochum und dem 1. FC Köln auf Rang 9. Die Torbilanz von 25:24 ist ausgeglichen und spiegelt die aktuell ausbalancierte Form der Mannschaft wider.

Blick nach vorne

Der Abstand nach oben ist überschaubar: Nur zwei Punkte trennen den FCA von Platz 6 (Eintracht Frankfurt mit 21 Punkten). Bei einer Fortsetzung der aktuellen Form ist in den kommenden Wochen durchaus noch eine weitere Verbesserung der Tabellenposition möglich.

Die Rückkehr des Trainers scheint die erhoffte Wirkung zu zeigen. Das Team präsentiert sich griffiger, motivierter und vor allem wieder torreich. Die Fans in Augsburg dürfen optimistisch in die kommenden Aufgaben blicken - die grün-weiß-roten Farben stehen wieder für attraktiven und erfolgreichen Fußball.

Zwischenfazit: Nach schwierigem Saisonstart hat der FCA den Turnaround geschafft. Mit 19 Punkten steht die Mannschaft solide im Mittelfeld und kann befreit nach oben schauen. Die nächsten Spiele werden zeigen, ob dieser positive Trend fortgesetzt werden kann.

Es wird fleißig weitergegrillt!

FC St. PauliTorsuchti 08.11.2025ZAT 6175 Wörter
Der 5. ZAT stand im Zeichen der Fünf. 5:0 gegen den 1. FC Köln gewonnen. Um den Sieg zu feiern, wurde viel Kölsch getrunken. 5:0 gegen Bayer 04 Leverkusen verloren. Da brauchte es ein paar Kopfschmerztabletten. 5:0 gegen Holstein Kiel gewonnen, am 15. ZAT. Wir spielen nur ungerne gegen unsere norddeutschen Freunde, doch wenn gewonnen werden muss, dann muss gewonnen werden. Überhaupt bereiten sie uns einige Sorgen. Holstein Kiel ist mit 18 Punkten nur auf Platz 13, der Hamburger SV mit 17 Punkten auf Platz 14. 17 Punkte reichen bereits aus, um auf den Abstiegsplätzen zu sitzen, wie es der 1. FC Kaiserslautern zeigt. Deswegen, liebe Norddeutsche: Esst mehr Würste! Denn hier geht es um die Wurst. Am Millerntor wird derweil fleißig weitergegrillt. Wir lassen nichts anbrennen. Es gibt genug Würstchen für alle. Zwei Pflichtsiege und eine bedeutungslose Niederlage. Wir stehen weiter an der Spitze der Tabelle. Der FC Bayern München haftet weiterhin hartnäckig an unseren Fersen. Nervig. Das muss sich ändern!

FC Augsburg findet langsam in die Spur – Zwei Heimsiege trotz Dresden-Dämpfer

FC AugsburgWasserlasser 02.11.2025ZAT 6187 Wörter

Der FCA zeigt nach der Rückkehr von Trainer an die Seitenlinie erste Lebenszeichen. Mit zwei knappen 3:2-Heimsiegen gegen Arminia Bielefeld und den 1. FC Kaiserslautern holte Augsburg wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Lediglich die 0:1-Auswärtsniederlage bei Dynamo Dresden trübte die Bilanz der vergangenen Wochen.

Vor heimischer Kulisse präsentiert sich der FCA derzeit treffsicher und kämpferisch. Sowohl gegen Bielefeld als auch gegen den FCK gelang es der Mannschaft, jeweils dreimal einzunetzen und knappe Vorsprünge über die Zeit zu bringen. Die Offensive funktioniert – sechs Treffer in den beiden Heimspielen sprechen eine deutliche Sprache.

Anders sah es in Dresden aus: Gegen die kämpferisch eingestellte SGD fand Augsburg kein Mittel und musste sich mit 0:1 geschlagen geben. Ein Rückschlag, der zeigt, dass der Weg noch weit ist.

Dennoch: Mit 6 Punkten aus 3 Spielen ist die Tendenz positiv. Die Heimbilanz stimmt, und wenn es gelingt, auch auswärts Akzente zu setzen, könnte der FCA Schritt für Schritt die Tabelle hochklettern.

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Eintracht FrankfurtSamiNo 15.11.2025ZAT 7945 Wörter
Die Hinrunde ist durch, 18 Spiele sind gespielt. St. Pauli liegt vorne mit 42 Punkten, dahinter Bayern und Augsburg mit 34, Dortmund mit 33 und auf Platz fünf die Eintracht Frankfurt, ebenfalls mit 33 Punkten. Elf Siege, sieben Niederlagen, 41:31 Tore. Für eine erste Saison unter SamiNo ist das eine klare, stabile Zwischenbilanz. Keine Höhenflüge, aber eine Grundlage... solide, mit Luft nach oben.
Die SGE hat in dieser Hinrunde unter SamiNo beides gezeigt: klare, kontrollierte Auftritte und Partien, in denen der Plan zu spät gegriffen hat. Der Start war holprig, zwischendurch gab es deutliche Dämpfer wie in Stuttgart oder Kaiserslautern, dafür aber auch klare Antworten: das 5:0 gegen St. Pauli, das 4:0 gegen Dresden, das 3:0 gegen Leverkusen, das 4:1 gegen Bochum.
Unterm Strich steht eine Mannschaft, die in engen Phasen punktet, aber noch zu viele Aussetzer einbaut. Für einen Trainer in seiner ersten Bundesligasaison ist das normal. SamiNo ist nicht angetreten, um in wenigen Wochen die Liga zu übernehmen. Sein Auftrag ist einfacher und ehrlicher: ankommen, sich etablieren, die Liga lesen, einen internationalen Platz anvisieren. Alles darüber wäre Bonus.
Und dann ist da St. Pauli mit Trainer Torsuchti. 14 Siege, 4 Niederlagen, 53:29 Tore. Stark, keine Frage. Aber was steckt dahinter? Was ist das Erfolgsgeheimnis?
Nun, Klein-Suchti ist es zum einen gelungen, alle Heimspiele der Hinserie zu gewinnen und auswärts konnte man hier und da den einen oder anderen Extrapunkt einsammeln. Schaut man aber genau hin, wurde es den Hamburgern allerdings auch sehr einfach gemacht. Die einzigen Gegentreffer im eigenen Stadion sammelte die Mannschaft gegen trainerlose Vereine, die mehr oder weniger berechenbar sind. Alle anderen Trainer scheinen nicht mutig genug gegen das Millerntor-Mimöschen auftreten zu lassen. So ist es nicht verwunderlich, dass St. Pauli die beste Heimmannschaft ist. Und auswärts? Auswärts konnten die asozialen Zecken gegen Freiburg, Schalke, Dresden und Bremen gewinnen. Ausgenommen von dem Letztgenannten sind das alles Vereine, die ohne Trainer angetreten sind. Glück im Spielplan oder ist Klein-Suchti ein so kluges Köpfchen? Naja, Es gibt das bekannte Sprichwort, dass Glück oft dort landet, wo wenig "Substanz" vorhanden ist, und St. Pauli liefert Woche für Woche den Beweis.
Und auch wenn man St. Paulis Großkotz-Texte liest, liegt der Gedanke also nahe, dass der aktuelle Abstand zur Konkurrenz nicht nur aus Qualität, sondern auch aus einer Menge günstiger Umstände und aus dem Unvermögen anderer Mannschaften entstanden ist. Dabei inszeniert sich der Kiez-Quatscher konsequent: „Die Bundesliga kann abgebrochen werden“, „Würstchen für alle“, „Torrausch-Deutschland wird vom Hamburger Kiez regiert“.. pure Selbstdarstellung. 
Aber wer den eigenen Vorsprung zum Anlass nimmt zu fordern, man könne die Bundesliga abbrechen, macht deutlich, worum es hier eigentlich geht: Aufmerksamkeit.
Dass St. Pauli im DFB-Pokal in der Vorrunde hinter Frankfurt lag und in der Zwischenrunde „nachsitzen“ muss, taucht in dieser Erzählung nicht auf. Ganz nach dem Motto "3 mal 3 macht Neune und gefeiert wird in St. Paulis Scheune! Klein-Suchti mach' sich die Welt.. Widdewidde.. wie sie ihm gefällt". 
Dabei gibt es noch eine ganze Halbserie zu spielen, in denen auch die andere Vereinen auswärts bei Trainerlos-Vereinen antreten müssen. Und neben den drei Auswärtsspielen der SGE bei trainerlosen Vereinen steht auch noch die Partie gegen Pauli am Millerntor bevor. Kann schon sein, dass die Eintracht da ihre sieben Sachen zusammenpackt...
Also wer stoppt St. Pauli?
In der Liga träumt St. Pauli vom Abbruch des Wettbewerbs, im DFB-Pokal war der Weg weniger sauber. Während Frankfurt in der Vorrunde ganz vorne stand, musste St. Pauli den Umweg über die Zwischenrunde nehmen. Und wenn die Frage im Raum steht, wer den Klub mit seinem Kiez-Großkotz stoppen soll, gibt es eine einfache Antwort: genau die Gegner, die ihn schon einmal eingeholt haben. Die Gruppe 1 aus der Pokalvorrunde war eng und dort hat St. Pauli bereits gelernt, dass es Grenzen gibt. Dort hat Frankfurt gezeigt, dass es sehr wohl möglich ist, Hamburg auf Normalmaß zu bringen.
Dass St. Pauli nun öffentlich von sicheren Titeln, durchmarschierten Pokalrunden und „niemand kann uns aufhalten“ spricht, passt ins Bild. Bei der Überhöhung braucht Klein-Suchti bald eine Fliegerbrille.
Fakt ist: St. Pauli steht oben, weil das Team seine Chancen nutzt... aber auch, weil viele andere Klubs ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben. Leverkusen, Stuttgart, Dortmund, Augsburg und leider auch die Eintracht haben jeweils Phasen mit schwachen Setzungen und verschenkten Spielen. Das ist auch bei den Frankfurtern die Realität. Wer daraus eine angebliche Übermacht ableitet, ignoriert also den Gesamtverlauf.
Frankfurt bleibt nicht still
Suchti freut sich über „Funkstille“ aus Frankfurt und wünscht sich eine Eintracht, die ruhig bleibt. Diesen Wunsch wird er nicht erfüllt bekommen. Dass aus Hessen zwischendurch weniger zu hören war, lag nicht an Resignation.
Während St. Pauli also seine Texte nutzt, um sich selbst auf die Schultern zu klopfen, bleibt die Eintracht bei einer nüchternen Sicht. Die Tabelle ist eng, neun Punkte Rückstand sind bei 16 verbliebenen Spieltagen kein Urteil.
SamiNo weiß, dass diese Saison zunächst dem Aufbau gehört. Ein Platz im internationalen Bereich ist ein realistisches Ziel. Alles darüber wird nicht herbeigeredet. Dass ein Trainer, der gerade seine erste Bundesliga-Hinrunde hinter sich hat, sich weniger wichtig nimmt als ein Dauersender vom Kiez, sagt vielleicht viel aus.

Die Bundesliga kann eigentlich schon abgebrochen werden!

FC St. PauliTorsuchti 14.11.2025ZAT 7158 Wörter
Wir haben 8 Punkte Abstand zum Zweitplatzierten. An dieser Stelle kann die Bundesliga eigentlich bereits abgebrochen und der FC St. Pauli zum Deutschen Meister erklärt werden.
Der perfekte 6. ZAT war bittersüß: Wir mussten schweren Herzens unsere norddeutschen Brüder besiegen. Vor allem die Heimniederlage der Bremer musste besonders schmerzhaft gewesen sein. Das 4:0 gegen den Hamburger SV war aber auch nicht schlecht. Und die 5:0 hat der SC Freiburg mehr als verdient. Wie kann dieser Verein in dieser Saison nur so schlecht spielen.
Das war die Hinrunde. Wie gesagt, eine Rückrunde braucht es an dieser Stelle nicht mehr zu geben. Nordic, überreiche uns bitte gleich die Meisterschale. Dann haben wir mehr Zeit, die passenden Weihnachtsgeschenke auszusuchen. 3 mal 3 macht Neune und gefeiert wird in St. Paulis Scheune!
Von den Frankfurtern hört man inzwischen gar nichts mehr. Dort herrscht Funkstille. Gut für uns. Dann hört man unsere Siegeslieder umso besser.

VfB Stuttgart hadert mit großem Fehler - Entlassung des Sportchefs

VfB StuttgartFlorian Kraus 14.11.2025ZAT 7315 Wörter
Der VfB Stuttgart erlebt eine Saison, die ebenso ungewöhnlich wie vielversprechend verläuft. Unter Trainer Florian Kraus steht der Verein nach 18 Spieltagen auf Rang sieben – ein Platz, der angesichts der jüngsten Ereignisse in dieser Form keineswegs selbstverständlich ist. Mit 31 Punkten befindet sich der VfB in unmittelbarer Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen: Nur drei Zähler fehlen auf den Tabellenzweiten FC Bayern München. Dass der Abstand auf den souverän auftretenden Spitzenreiter FC St. Pauli bereits elf Punkte beträgt, unterstreicht zudem, welch beeindruckendes Tempo die Hamburger aktuell vorgeben.

Beim Blick zurück bleibt jedoch ein fader Beigeschmack. Durch ein kurioses Missverständnis im Terminmanagement wurde ein wichtiges Ligadrittel regelrecht verschenkt. Statt die verplanten drei Spiele zu bestreiten, absolvierte die Mannschaft ein Trainingslager und kapselte sich vollständig von der Außenwelt ab. Keine Medien, kein Kontakt – selbst Anrufe waren während dieser Zeit nicht möglich. Während die Konkurrenz punktete, trainierten die Stuttgarter hart, aber eben ohne die Chance, auf dem Platz nachzulegen. Was wäre möglich gewesen, wäre dieser Fehler nicht passiert? Die Vorstellung, wie viele Punkte zusätzlich hätten geholt werden können, beschäftigt Fans und Verantwortliche gleichermaßen. Der SPortdirekter wurde ohne weiteres sofort entlassen und derzeit managed Kraus das mit.

Nun aber richtet sich der Blick klar nach vorne. Die Mannschaft hat nach der Rückkehr aus ihrer selbstgewählten Isolation wieder voll in den Ligabetrieb gefunden und zeigt spielerisch wie mental starke Reaktionen. Trotz der verpassten Chancen bleibt das Ziel ambitioniert, aber erreichbar: Stuttgart möchte sich in den kommenden Wochen unter den besten fünf Teams der Liga etablieren und so seinen Anspruch untermauern, dauerhaft im oberen Drittel der Tabelle mitzuspielen. Viel wird davon abhängen, wie konstant das Team die anstehenden Aufgaben meistert – und ob es gelingt, aus der verpassten Gelegenheit zusätzliche Motivation zu schöpfen.

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Eintracht FrankfurtSamiNo 21.11.2025ZAT 8926 Wörter
Der November hing schwer über Frankfurt wie ein feuchtes Trainingsleibchen, das niemand in der Kabine haben wollte, aber das trotzdem immer wieder irgendeiner anzog. Freitagmorgen, kurz nach acht, und SamiNo schob seinen alten Peugeot 306 aus seiner Zeit beim AJ Auxerre über die A3. Die Scheiben beschlugen im Minutentakt, die Lüftung hustete nur lauwarme Luft und der Verkehr kroch so langsam, dass selbst ein Außenverteidiger von Werder hier noch vorbeiziehen konnte. Morgen Abend, 22:00, ZAT, Dreifachprogramm. Zu Hause gegen Bayern, auswärts bei klein Suchti in seinem Kiez-Imperium und dann noch die Stuttgarter Kickers. 
„Perfekt“, murmelte SamiNo und wischte mit der Handfläche eine halbherzige Sichtschneise frei, durch die man ungefähr drei Rücklichter und einen sehr ambitionierten LKW erkennen konnte. Er blinzelte in den Rückspiegel, sah aber im Grunde nur sich selbst: ein leicht übermüdeter Trainer mit zu vielen Gedanken und zu wenig Punkten aus den letzten Spielen. Der Peugeot ächzte in die Abfahrt Richtung Flughafen. Der Motor klang, als wäre er schon in Auxerre durch gewesen, als SamiNo noch „der Mini-Napoleon“ war und Jean-Pierre neben ihm an der Seitenlinie stand, mit grauen Haaren und einer Fluppe im Mundwinkel. Heute sollte JP wiederkommen. Aus Thailand. Ausgerechnet aus Thailand.
SamiNo parkte den Peugeot irgendwo zwischen Businesslimousinen und Mietwagen, die doppelt so viel Wert waren wie sein gesamter Kader in Auxerre damals. Drinnen roch es nach Kaffee, Parfüm und leichtem Verzweiflungsstress. Flughafen eben. Auf dem Weg zu Ankunft B blieb er kurz am Kiosk stehen. Ein rotes Heft grinste ihn an: der Kicker. Und da war er, mitten auf der Seite, als fettgedruckte Überschrift, die man sogar noch erkennen würde, wenn die Brille in der Kabine liegen geblieben wäre: „Hamburg bleibt schädlingsfrei!“
SamiNo blätterte, das Kinn leicht vorgeschoben. Er wollte gar nicht wissen, aber natürlich wollte er wissen. Und dann stand es da, schwarz auf weiß, die komplette Ego-Oper von klein Suchti. Er klappte das Heft zu, atmete einmal tief durch und dachte ganz kurz ernsthaft darüber nach, ob man in Deutschland als Trainer eigentlich strafmindernd behandelt wird, wenn man nur einen kleinen Kicker-Redakteur erschlägt. Er entschied sich dagegen. Internationales Geschäft und so.
„Floh, hm“, murmelte er. „Wir haben euch 5:0 weggebürstet, klein Suchti. Wenn das Schädlingsbefall ist, dann bring ich morgen die ganze Kolonie mit.“
Über Lautsprecher knisterte die Ankunft aus Bangkok. JPs Flug war da. SamiNo steckte den Kicker ein wie eine Beweisaufnahme und ging zum Ausgang. Wenn es jemanden gab, der sich über einen selbsternannten Kaiser freuen würde, dann JP, sein alter Co-Trainer. 
Jean-Pierre war nicht zu übersehen. Ein alter, grauer Mann mit verknittertem Gesicht, aber funkelnden Augen, die noch jeden Fehlpass in der vierten französischen Liga analysiert hatten. Über dem Eintracht-Trainingsanzug trug er ein viel zu buntes Thailand-Hemd mit Palmen und Sonnenuntergang, um den Hals hing eine Blumenkette, und an den Füßen natürlich Fußballschuhe. Stollen. Auf dem Flughafenboden klang jeder Schritt wie ein schlecht getimter Pressschlag.
„Mon coach!“ rief JP und breitete die Arme aus. „SaaaamiNo!“
Sie umarmten sich, irgendwie unbeholfen, irgendwie perfekt.
„Du kommst direkt im Trainingsanzug, was?“ sagte SamiNo und grinste.
„Bien sûr. Der Ball schläft nie“, sagte JP stolz. „Und in Thailande auch nicht. Nur ich manchmal. Zwischen… wie sagt man… Lady-Boys und Cocktails.“
Er zwinkerte verschwörerisch. „War große Taktikfortbildung, mon coach. Sehr… flexible Spieler dort.“
SamiNo hob eine Augenbraue. „Flexible?“
„Oui, oui. Sie spielen alle Positionen. Nummer Sechs, Nummer Zehn, manchmal alles gleichzeitig. Im Dunkeln ist alle Formation gleich.“ JP wirkte äußerst zufrieden mit seiner Analyse.
„Ich hoffe, du hast trotzdem geschlafen“, meinte SamiNo.
„Wenig. Aber für dich breche ich Thailande ab.“ JP seufzte dramatisch. „Ich habe meine große thailändische Liebe verlassen.“
Er dachte einen Moment nach.
„Oder war es ein großer thailändischer Stürmer? Egal. War komplizierte Viererkette.“
Bevor die Geschichte ganz in Bereiche abrutschte, für die man einen Anwalt braucht, klopfte SamiNo ihm auf die Schulter. „Komm. Wir müssen zur Eintracht. Abschlusstraining.“
„Ich denke, wir fahren erst in das Rotlichtviertel, non?“ fragte JP. „In Thailande vor großes Spiel immer. Löst die… wie sagt man… Defensivblockade.“
„Du weißt noch nicht, warum ich dich brauche“, sagte SamiNo, nahm JPs Koffer und ging Richtung Ausgang. „Aber du wirst es mögen.“
„In Frankreich mögen wir alles, was Ärger macht“, grinste JP. „Und du klingst nach Ärger.“
Sie schoben JPs Koffer in den Peugeot, der sichtbar beleidigt war, noch eine Last tragen zu müssen, und fädelten sich zurück in den zähen Verkehr. JP strich liebevoll über das Armaturenbrett. „Ah, Peugeot 306“, sagte er ehrfürchtig. „Das ist wahre französische Ingenieurkunst. Fährt immer. Oder nie. Aber immer mit Gefühl.“ 
Währenddessen versuchte SamiNo die Scheiben frei zu bekommen. Der Wagen beschloss, die vordere rechte Ecke beschlagfrei zu lassen, genau dort, wo man sie am wenigsten brauchte.
Und der Anfang dieser kleinen, unscheinbaren Fahrt zum Trainingsplatz sollte noch durch sehr viele kabbelige Witze, französische Sprichwörter und eine Taktikidee führen, die klein Suchti vermutlich weniger gefallen würde als seine eigenen Kicker-Zitate…

Hamburg bleibt schädlingsfrei!

FC St. PauliTorsuchti 20.11.2025ZAT 8204 Wörter
In der Bundesliga hat die Rückrunde begonnen und der FC St. Pauli konnte einen effizienten 1:0-Sieg gegen die Stuttgarter Kickers verbuchen. So geht sparsamer Fußball! Leider konnte der FC Bayern München unseren Auswärtsangriff erfolgreich abblocken. Gegen Borussia Dortmund wollten wir gar nicht ersten einen solchen Angriff starten. Ein Sieg reicht, um weiterhin komfortabel auf dem ersten Platz zu sitzen.

Kaiser Torsuchtihito blickt zufrieden nach unten. An seinem Fuße quengelt Sami, der Floh. No, so geht das aber nicht. Dieser hat all unsere bisherigen Spiele analysiert und möchte unseren Erfolg kleinreden. Uns wurde es nie einfach gemacht. Jedes Spiel haben wir verdient gewonnen. Unsere Gegner fürchten uns wie menschenfleischfressende Pflanzen. Wir sind nicht nur die beste Heimmannschaft, sondern die beste Mannschaft überhaupt. Kluge taktische Züge runden das Ganze ab. Wir brauchen kein Glück, die Substanz bescheren uns die gegrillten Würstchen. Unsere eigene Qualität sowie die Stärke unserer Gegner haben St. Pauli zum Verein aller Vereine gemacht. Das ist keine Selbstdarstellung, sondern das Schaffen von Fakten.

Sami, der Floh darf sich am nächsten ZAT auf Torsuchti, den Kammerjäger freuen, der ihn aus dem Millerntor-Stadion sprühen wird. Hamburg bleibt schädlingsfrei!

Licht und Schatten

SV Werder BremenChristian 16.11.2025ZAT 8238 Wörter
Für den SV Werder Bremen verlief der 7. ZAT mit Licht und Schatten, aber insgesamt durchaus zufriedenstellend. Zum Auftakt präsentierten sich die Grün-Weißen in bestechender Form: Mit einem souveränen 3:0-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt zeigte das Team eine konzentrierte Leistung, ließ defensiv nichts anbrennen und setzte offensiv die entscheidenden Akzente. Die Fans im Weserstadion bekamen einen abgeklärten und kontrollierten Auftritt ihrer Mannschaft zu sehen – ein überzeugender Start in diesen ZAT.

Der Schwung konnte jedoch im zweiten Spiel nicht mitgenommen werden. Auswärts beim FC Augsburg setzte es eine deutliche 0:3-Niederlage, bei der Werder nie richtig ins Spiel fand. Augsburg nutzte die eigenen Chancen konsequent, während Bremen offensiv zu harmlos blieb und defensiv mehrfach ungeordnet wirkte. Eine schmerzhafte Erinnerung daran, wie eng es in dieser Liga zugeht und wie teuer kleine Nachlässigkeiten werden können.

Im dritten Spiel folgte dann wieder die passende Antwort: Ein wichtiger 2:0-Erfolg gegen Schalke 04 im heimischen Stadion. Werder zeigte sich stabilisiert, kontrollierte das Spiel über weite Strecken und fand den nötigen Mut, nach vorne zu spielen. Besonders die Defensive agierte wieder deutlich sicherer, während die Offensive effizient zuschlug.

Unterm Strich holt Werder mit zwei Heimsiegen und einer Auswärtsniederlage solide sechs Punkte. Die Leistungskurve zeigt nach oben, auch wenn die Auswärtsschwäche weiterhin ein Thema bleibt. Mit diesem ZAT bleibt Bremen im Rennen und schaut optimistisch auf die kommenden Aufgaben.

Der Floh auf dem Tisch (14010)

Eintracht FrankfurtSamiNo 29.11.2025ZAT 91016 Wörter
Das 5:3 stand schon seit Minuten auf der Anzeigetafel, doch Hamburg kam einfach nicht zur Ruhe. Einige Pauli-Fans starrten noch immer fassungslos auf das Ergebnis, als wäre es ein Tippfehler des Stadionsprechers. Die Eintracht-Spieler dagegen verschwanden längst in der Kabine... bis auf einen, der mit der Mannschaft nur körperlich den gleichen Verein teilte: Jean-Pierre, der neue alte Co-Coach von SamiNo.
Kaum war die Pflicht erledigt, zog ihn die Kür magisch auf die Reeperbahn. Wenn der Floh schon in Hamburg sticht, dachte er, dann bitte richtig.
Eine gute Stunde später stand JP in einer Bar, in der das Licht so klebrig war wie der Boden. Irgendwer hatte „Auswärtssieg! Auswärtssieg!“ angestimmt, irgendwer anderes „St. Pauli ist ’ne S-Bahn-Haltestelle“, und mittendrin stand ein Franzose mit zu weitem Eintracht-Trikot und zu schmaler Vernunft: JP. Ein Bartender stellte eine Kiste zur Seite, ein Kellner schob einen Tisch frei, und plötzlich war er da: der Moment, an dem jemand rief:
„Ey, JP, du bist doch der Floh-Flüsterer. Rauf auf den Tisch! Der Floh tanzt auf Pauli!“
JP ließ sich nicht zweimal bitten. Er stieg auf den Tisch, breitete die Arme aus, als würde er das Millerntor neu einmessen und begann eine Art Hybrid zwischen Cancan, Hanteltraining und Hüftschwung. Die Mischung war so elegant wie ein Grätschversuch von Klein Suchti in der 90. Minute. Und der Laden tobte.
„Seht her!“, brüllte JP auf Französisch-deutschem Kauderwelsch. „Der Floh tanzt auf einem Tisch in Pauli! Hamburg sollte schädlingsfrei sein und jetzt hat es sich vertanzt!“
Ein Handy mit eingerissener Schutzhülle wurde ihm hochgereicht. Einer der Frankfurter Fans hatte Screenshots parat: Torsuchtis Text vor dem Spiel, extra für diesen Moment gespeichert.
JP räusperte sich theatralisch und las im übertriebenen Pauli-Singsang:
„‚Kann schon sein, dass die Eintracht da ihre sieben Sachen zusammenpackt... Diesen Satz hielten wir für einen Bluff. Die Frankfurter werden doch nicht sieben Tore in einem Auswärtsspiel schießen. Sechs auch nicht. Fünf auch nicht. Vier auch nicht. Drei auch nicht. Zwei vielleicht. Wenn überhaupt.‘“
Ein „Oooh!“ ging durch den Raum. JP hielt inne, sah sich um, ließ das Handy sinken und zog eine Braue hoch.
„Natürlich kann Klein Suchti nicht wissen, ob SamiNo blufft“, sagte er und setzte seine ernsteste Trainer-Gesichtsmaske auf. „Er kennt ihn ja gar nicht. Umso deutlicher zeigt sich sein verdorbener Charakter, wenn er einen Trainer, den er nicht kennt, so verbal angreift... grundlos. Das ist wie mit vollem Mund über Tischmanieren zu dozieren.“
Gelächter. Einer klatschte rhythmisch, als wäre das schon die neue Eintracht-Hymne.
„Suchti ist so einer“, legte JP nach, „der versucht daheim auch die Mikrowelle vorzuheizen. Und wenn er redet... er labert so viel Müll, aber woher soll er wissen, was er denkt, bevor er hört, was er sagt?“
Die Bar kreischte vor Freude. Ein St.-Pauli-Fan mit Schal und Resthoffnung schnaubte, bestellte aber trotzdem die nächste Runde. Gegen diese Art von Flohspektakel half auch kein Spray.
Gerade wollte JP weiter aufspringen, da vibrierte das Handy noch einmal. Diesmal war es keine alte Stichelei, sondern eine frische Nachricht: Push-Mitteilung, Pokal-Auslosung, Halbfinale.
Er las, blinzelte, las noch einmal und grinste, als hätte jemand aus Versehen „Happy Hour“ aktiviert.
„Mes amis!“, rief er und plötzlich war es mucksmäuschenstill. „Ich muss nächste Woche wieder nach Hamburg kommen.“
Kurzes Raunen.
„DFB-Pokal-Halbfinale. St. Pauli – Eintracht Frankfurt“, erklärte er und senkte die Stimme dramatisch. Dann hob er das Glas, stemmte einen Fuß auf die Tischkante und brüllte:
„Hamburg bleibt schädlingsfrei titelfrei!“
Der Laden explodierte. Becher flogen, jemand sang „Oh, wie ist das schön“ und hinten an der Wand versuchte ein Pauli-Fan vergeblich, seinen „Hamburg bleibt schädlingsfrei“-Spruch mit Bier über JP hinwegzuschwemmen.
Irgendwo zwischen Schnapsrunden und schlechten Gesängen sprach sich auch herum, was der 5:3-Sieg in der Tabelle angerichtet hatte: St. Pauli aus Platz eins gekegelt, nun Zweiter, Augsburg oben. Die SGE hatte Klein Suchtis Traum von der vorzeitig eingefrorenen Saison in einem Abend wegrasiert wie ein Fehlpass in Minute eins. Diese Eintracht, da waren sich plötzlich alle einig, war nicht nur unangenehm zu bespielen. Sie war das fußballerische Äquivalent zur Teilnehmerurkunde für St. Pauli: mit ihr in der Liga war klar, dass der Kiezklub den Titel nicht sehen würde. Nicht dieses Jahr. Nicht mit diesem Floh.
Während JP also auf dem Tisch tanzte, sich von einem „Floh! Floh! Floh!“-Chor feiern ließ und mit jedem Schritt ein Stück Reeperbahn-Patina auf seine Sohlen holte, lag SamiNo längst im Hotelbett. Keine Reeperbahn, kein Bier, kein Hüftschwung. Regeneration war angesagt. Das einzige, was bei ihm vibrierte, war die Muskulatur und sein Handy, wenn wieder jemand Torsuchtis Texte in die Kabinengruppe postete.
SamiNo sah sich das 5:3 noch einmal in der Statistik an, nicht im Highlight-Clip. Er dachte an Augsburg, an Wasserlasser, an die Konstellation: Eintracht hatte jetzt in der Hand, ob St. Pauli im Ligatitelrennen den letzten Funken Hoffnung behalten durfte. Eine Niederlage gegen Augsburg würde den Männern von Wasserlasser die Tür zum Titel weit aufstoßen und gleichzeitig den Kiezklub tiefer in seinen Würstchenkessel drücken. Und im Pokal, da konnte man Klein Suchti persönlich die Lichter ausknipsen.
Aber das, sagte er sich, wird morgen gedacht – nicht heute. Heute gehört der Tisch JP. Und der Floh tanzt in Pauli.

Invasion der Flöhe

FC St. PauliTorsuchti 27.11.2025ZAT 9199 Wörter
„Kann schon sein, dass die Eintracht da ihre sieben Sachen zusammenpackt...“ Diesen Satz hielten wir für einen Bluff. Die Frankfurter werden doch nicht sieben Tore in einem Auswärtsspiel schießen. Sechs auch nicht. Fünf auch nicht. Vier auch nicht. Drei auch nicht. Zwei vielleicht. Wenn überhaupt.

Und dann kam sie: Die gesamte Flohkolonie. Wie verrückt sprühten wir das Stadion mit Flohspray voll, doch wir wurden die kleinen Viecher einfach nicht los. Es waren einfach zu viele. Allen voran der Oberfloh Sami. Es gab sozusagen einen Overfloh. Und am Ende floh unsere Mannschaft vor der Schädlingsinvasion. Wir verflohren das Spiel mit 3:5. Es war einfach nur flohstrant, für Eintracht Frankfurt hingegen ein flohrierendes Geschäft. Überall hörten wir die Flöhe husten. Die Frankfurter waren so schwer zu hüten wie ein Sack voll Flöhe. Verfloht noch einmal.

Jetzt ist unsere Führung futsch. Nur ein verflohter Verbandsangriff von drei der zu diesem Zeitpunkt sechs besten Mannschaften der Bundesliga konnte uns, den großen FC St. Pauli, angeführt vom noch größeren Kaiser Torsuchtihito, vom Thron stürzen.
Doch wir werden zurückkehren. Und dann hat es sich ausgefloht.

Mittelmäßig

SV Werder BremenChristian 23.11.2025ZAT 9228 Wörter
Der SV Werder Bremen konnte in den letzten drei Spielen nur bedingt überzeugen und musste gemischte Ergebnisse hinnehmen, was die Saisonziele weiter erschwert.

Im ersten Spiel gegen 1. FC Kaiserslautern (2:4) zeigten die Bremer eine schwache Defensivleistung und mussten sich mit 2:4 geschlagen geben. Zwar konnte Werder zwei Tore erzielen, doch vor allem in der Abwehr zeigten sich große Lücken, die der Tabellenführer eiskalt ausnutzte. Der offensiv starke Marvin Ducksch erzielte eines der beiden Tore, aber insgesamt war das Ergebnis zu wenig für die Ansprüche der Hanseaten.

Gegen SG Dynamo Dresden (1:3) setzte sich die Formkrise fort. Trotz eines engagierten Auftritts war die Mannschaft aus Bremen erneut defensiv anfällig und ließ zu viele Chancen zu. Der einzige Treffer für Werder wurde von Niklas Schmidt erzielt, doch Dresden zeigte sich clever und entschied das Spiel letztlich verdient für sich.

Im dritten Spiel gegen DSC Arminia Bielefeld (3:2) war Werder dann zwar erfolgreicher, doch auch hier gab es viel zu viele Unsicherheiten. Nachdem Werder zunächst mit 2:0 führte, ließ die Konzentration nach, und Bielefeld kam noch einmal zurück. Erst ein späten Treffer von Jens Stage sicherte den knappen Sieg.

Insgesamt bleiben viele Fragen offen, besonders in der Defensive. Werder muss dringend an der Stabilität arbeiten, um in den kommenden Spielen besser abzuschneiden.

16011

Eintracht FrankfurtSamiNo 06.12.2025ZAT 101346 Wörter
Die Saison 2025-3 der Bundesliga roch nach Finale, nach kaltem Rasen, warmem Druck und einem Titelkampf, den in Hamburg lange niemand mehr für möglich gehalten hatte. Der 9. ZAT war durch, nur noch ein paar Spieltage und die Tabelle spannte sich wie ein Seil über einem Abgrund: FC St. Pauli wieder auf Platz eins, die Eintracht drei Punkte dahinter, Augsburg und Bayern im Nacken. Während Klein Suchti und die Kollegen aus Augsburg weiter die Backen aufpumpten wie Luftballons kurz vorm Platzen, blieb man in Frankfurt erstaunlich ruhig. Man konnte das Wort „Meisterschaftskampf“ so langsam aussprechen, ohne dabei rot zu werden... aber ein solider Europapokalplatz bleibt das Ziel.
 
Im Besprechungsraum am Riederwald flackerte die Tabelle an der Wand, daneben die DFB-Pokal-Grafik. Unter „Finale“ stand fett:Holstein Kiel – Eintracht Frankfurt. Darunter das Halbfinale, das nun Geschichte war: 1:1 am Millerntor, 2:1 in Frankfurt. Zwei Spiele, die eine Sache endgültig geklärt hatten: Wenn es um das direkte Duell ging, war die Eintracht der Kammerjäger, nicht St. Pauli.
 
„Also“, begann JP und warf einen Blick auf den Bildschirm, „Bilanz aus SGE-Sicht gegen den großen FC St. Pauli, angeführt vom noch größeren Kaiser Torsuchtihito.“ Er zählte an den Fingern ab. „In der Liga: 5:0, 5:3. Im Pokal: 0:3, 4:1, 1:1, 2:1. Wenn das so weitergeht, kriegen wir irgendwann Bonusmeilen für jeden Kiez-Ausflug.“
 
SamiNo lehnte am Whiteboard und grinste. „Und das von einem Klub, der nun geschrieben hat: ‚Der FC St. Pauli grüßt triumphierend von oben. Die Flohkiste Eintracht Frankfurt wird währenddessen erfolgreich auf Distanz gehalten, damit dort endlich mal Ruhe im Karton ist.‘“
 
JP scrollte auf seinem Tablet durch einen dieser epischen Torsuchti-Monologe. „Vergiss nicht: ‚Kaiser Torsuchtihito blickt zufrieden nach unten. An seinem Fuße quengelt Sami, der Floh.‘ Und der Klassiker: ‚Unsere Gegner fürchten uns wie menschenfleischfressende Pflanzen. Wir sind nicht nur die beste Heimmannschaft, sondern die beste Mannschaft überhaupt.‘“
 
Er räusperte sich und setzte die „Kaiser-Stimme“ auf: „‚Auch im DFB-Pokal ist die einzige Grenze, die wir kennen, der Thron. Wer kann den FC St. Pauli noch aufhalten? Richtig: Niemand." JP muss vor Lachen eine kurze Pause einsetzten und Luft holen, dann weiter: "Torrausch-Deutschland wird vom Hamburger Kiez regiert. Unsere eigene Qualität sowie die Stärke unserer Gegner haben St. Pauli zum Verein aller Vereine gemacht.‘“
 
Ein Moment Stille. Dann lachten beide gleichzeitig.
 
„Der Verein aller Vereine“, wiederholte SamiNo. „Und trotzdem ist die Eintracht der Besieger von all diesen Überschriften. Fünf von sechs Spiele gegen den Möchtegerne-Kaiser nicht verloren, Pokal aus, Titelrennen offen. Wenn das die ‚Flohkiste‘ ist, möchte ich nicht wissen, wie sich eine Rattenplage anfühlt.“
 
„Und die ‚Flohkiste‘ wird angeblich auf Distanz gehalten“, ergänzte JP. „Fakt: An ZAT 7 neun Punkte Abstand, jetzt drei. Wenn das ‚erfolgreich auf Distanz halten‘ ist, dann ist meine Diät von gestern Abend auch Hochleistungssport.“
 
SamiNo nickte. „Man sieht einfach, dass in Hamburg die Kraftreserven schwinden. Erst 5:0, dann 5:3, dann Pokal raus. Der große Kaiser steht im Moment vor allem vor einem Spiegel und redet mit sich selbst.“
JP scrollte weiter. „Apropos reden. Hör dir das hier an.“ Er las vor: „‚Das ist nun eindeutig zu weit gegangen. Wie kann Sami, der Floh es wagen, meinen Blutsbruder zu beleidigen? Das wird er bitter bereuen. Zusammen mit JP, dem Jämmerlichen Parasiten, wird er eine Flohkur bekommen, die sich gewaschen hat. Denn es gilt, den Ligakörper schädlingsfrei zu halten. In diesem Sinne: Ab in die Dusche mit euch Schmarotzern, aber zack zack!‘“
 
Er legte das Tablet hin und sah SamiNo ernst an. „Mon coach, ich wusste nicht, dass ich offiziell Jämmerlicher Parasit bin. Hätte ich das früher gewusst, hätte ich mir eine andere Brille geholt.“
 
„Immerhin bist du kein menschenfleischfressender Parasit“, sagte SamiNo trocken. „Unsere Gegner fürchten uns ja nicht...“
 
JP schnaubte. „Ich sag’s dir: Klein Suchti und seine Flöhe… Es wird langsam langweilig. Immer Flöhe hier, Flohkiste da, Flohkur dort. Ich hab mal seine alten Texte durchgescrollt... der Mann hat mehr Flöhe im Wortschatz als Punkte Vorsprung. Kreativ wie ein Standardtrainingsplan in der Kreisliga.“
 
In diesem Moment vibrierte sein Handy. Eine Nachricht in der Teamgruppe, versehen mit 27 Tränenlach-Emojis. „Oh, das musst du sehen“, murmelte JP, tippte auf den Link. TikTok öffnete sich...
Ein goldenes M, dramatische Musik, Slo-Mo-Shots von Fritten. Dann Voice-Over: „Der neue McLover-Burger: saftig, dominant, mit extra viel Ego.“ Die Kamera schwenkte und da standen sie, Seite an Seite: klein Torsuchtihito und McLover, im McDonalds-Trikot, beide mit einem Burger in der Hand.
 
Der Clip zeigte, wie Suchti genussvoll in den McLover-Burger biss, während McLover ihm verliebt zusah. „Unsere eigene Qualität sowie die Stärke unserer Gegner haben diesen Burger zum Burger aller Burger gemacht“, säuselte Torsuchtihitos Stimme aus dem Off. Am Ende des Videos drehten sich beide zueinander, legten die Burger weg und fielen sich in einer völlig überdrehten, halbkitschigen, halbschlechten Soap-Opera-Kuss-Szene um den Hals. Herzchen-Filter, Funkenregen, Jingles. Ba-da-ba-ba-baaa – ich lieb dich, Bro.
 
JP stoppte das Video gerade noch, bevor der zweite Kuss kam. „Ich… äh… also…“
 
SamiNo starrte auf den Bildschirm, dann auf JP. „Sag mir bitte, dass das nicht echt ist.“
 
Zwei Stunden, eine Medienrecherche und ein paar hysterische Lacher im Mannschaftsbus später stand fest: Fans des HSV hatten sich einen Spaß erlaubt, das Ganze mit KI zusammengeschraubt und unter einem Fake-Account viral gehen lassen. Die Kampagne war so glaubwürdig geraten, dass sogar einige neutrale Zuschauer kurz an eine völlig entgleiste McDonalds-Strategie geglaubt hatten.
 
„Immerhin wissen wir jetzt, was ‚Blutsbruder‘ für die beiden bedeutet“, feixte JP. „Und dass wir angeblich Schmarotzer sind, die ‚ab in die Dusche‘ sollen, während Klein Suchti und McLover im Werbespot knutschen. Den Ligakörper schädlingsfrei halten, sagt er... dabei liefert er selbst den Content für die nächsten zehn Mannschaftsbus-Fahrten.“
 
Trotz aller Häme blieb die Stimmung in Frankfurt geerdet. Ja, man war im DFB-Pokalfinale gegen Holstein Kiel, die Bayern rausgeworfen hatten. Ja, man war drei Punkte hinter St. Pauli, mit einem Restprogramm, das mehr nach Chance als nach Gefahr aussah. Aber während in Hamburg über „Torrausch-Deutschland, das vom Kiez regiert wird“ fabuliert wurde, redete in Frankfurt niemand vom Thron. Man sprach von Zweikämpfen, Regeneration, Rotation und gelegentlich von Burgern.
 
„Ich sag’s mal so“, meinte SamiNo am Abend, als er mit JP noch einmal die Tabelle ansah. „Wenn ‚niemand‘ St. Pauli aufhalten kann, wie Torsuchtihito behauptet, dann sind wir wohl offiziell Niemand. Zweimal in der Liga, einmal im Pokal. Und wir sind noch nicht fertig.“
 
„In Frankreich“, sagte JP, „sagen wir: ‚Wenn der Kaiser achtmal tönt und sechsmal verliert, ist er Kaiser der Worte, aber nicht der Punkte.‘“
 
„Das sagt ihr nicht.“
 
„Ab heute schon.“
 
SamiNo ließ den Blick über die kommenden Spieltage wandern. Schalke, Bielefeld, Dresden, Leverkusen. Parallel dazu Pauli mit Kicks, die längst nicht mehr nach Spaziergang aussahen. Und irgendwo dazwischen das Pokalfinale gegen Kiel – eine letzte große Bühne, auf der man zeigen konnte, dass aus der „Flohkiste“ ein Klub geworden war, den man ernst nehmen musste.
 
JP hob sein Glas Wasser. „Auf die Flohkiste.“
 
„Auf die Flohkiste“, erwiderte SamiNo. „Und darauf, dass St. Pauli dank Eintracht Frankfurt auch in dieser Saison das bleibt, was sie am besten können: das fußballerische Äquivalent zur Teilnehmerurkunde.“

Schädlingsbefall

FC St. PauliTorsuchti 04.12.2025ZAT 10179 Wörter
Die Ordnung in der Welt der Bundesliga, nein, in der Welt von Torrausch, ist wieder hergestellt. Der FC St. Pauli grüßt triumphierend von oben. Die Flohkiste Eintracht Frankfurt wird währenddessen erfolgreich auf Distanz gehalten, damit dort endlich mal Ruhe im Karton ist.

Vom Auswärtsschock haben wir uns ebenfalls wieder erholt. Das Stadion und die Reeperbahn wurden zudem gründlich desinfiziert, bzw. entfloht. FC Schalke 04 haben wir mit 4:2 besiegt, SG Dynamo Dresden sogar mit 4:0, ganz ohne Gegentreffer. Wir haben wieder alles im Griff.

„McLover. Der Vogel, der mit Marseille im Coupe de France gegen uns rausgeflogen ist und danach so gejammert hat, als hätte man ihm die Playstation weggenommen.“
Das ist nun eindeutig zu weit gegangen. Wie kann Sami, der Floh es wagen, meinen Blutsbruder zu beleidigen? Das wird er bitter bereuen. Zusammen mit JP, dem Jämmerlichen Parasiten, wird er eine Flohkur bekommen, die sich gewaschen hat. Denn es gilt, den Ligakörper schädlingsfrei zu halten. In diesem Sinne: Ab in die Dusche mit euch Schmarotzern, aber zack zack!

Das Saisonende naht

SV Werder BremenChristian 30.11.2025ZAT 10247 Wörter
Der SV Werder Bremen hat in den letzten drei Partien eine durchwachsene Bilanz gezeigt. Zunächst setzte sich die Mannschaft mit einem souveränen 3:0 gegen den VfL Bochum durch, was den Bremen-Fans Hoffnung auf eine stabile Form machte. Doch die darauf folgende Begegnung gegen den 1. FC Köln endete für Werder mit einer deutlichen 0:5-Niederlage. Ein bitterer Rückschlag, der die Unbeständigkeit der Bremer in dieser Saison unterstrich. In der darauffolgenden Partie konnte Werder jedoch zurückschlagen und besiegte Bayer 04 Leverkusen mit 2:0, was den guten Abschluss der letzten drei Spiele sicherte.

In den kommenden drei Partien erwartet Werder Bremen erneut schwierige Aufgaben. Am 28. Spieltag geht es auswärts gegen Holstein Kiel, ein Team, das in dieser Saison oft überzeugte und somit eine harte Herausforderung für die Bremer darstellen wird. Es wird entscheidend sein, wie Werder auf die Auswärtsform reagiert und ob sie ihre defensive Stabilität wiederfinden können. Im darauffolgenden Spiel trifft Bremen auf Borussia Dortmund, ein Gegner, der mit hohem Tempo und Spielstärke aufwartet. Dies dürfte für Werder eine große Herausforderung darstellen, insbesondere im Hinblick auf die offensive Feuerkraft der Dortmunder. Zum Abschluss der kommenden drei Spiele empfängt Werder den Hamburger SV. Hier wird es darum gehen, zu Hause zu punkten.

Die nächsten Spiele werden für Werder entscheidend sein, um in der Tabelle nach oben zu klettern und die Saison in den oberen Regionen zu beenden.

St. Pauli verzaubert die Bundesliga! Alle erwarten den Sieg der Kiezkicker!

FC St. PauliTorsuchti 12.12.2025ZAT 11262 Wörter
SamiNo hat sich zu früh gefreut. Es gibt sehr wohl einen der "epische[n] Romane aus dem Oberstübchen von St. Pauli“. In der Sonderausgabe des Kicker-Magazins nämlich, für die wir die Druckerei fürstlich, nein, kaiserlich bezahlt haben. Auf dem Titelblatt steht: „St. Pauli verzaubert die Bundesliga! Alle erwarten den Sieg der Kiezkicker!“. Als Extra gibt es ein Interview mit Kaiser Torsuchtihito. Im Gewinnspiel kann man Würstchen und Bier gewinnen. Im Ratgeberteil steht der Artikel „So gelingt es Ihnen, nicht für einen Frankfurter Floh gehalten zu werden“.

Eintracht Frankfurts Plan für den letzten ZAT ist chaotisch, wirr und unverständlich. Unsere Strategie hingegen ist klar: Wir spielen auf Sieg. Mit aggressivem, effizientem und technisch ausgefeiltem Fußball.
Die bedeutungslosen Niederlagen gegen diese verflohte Mannschaft machen wir in der nächsten Saison wieder wett. Wir drehen den Spieß um und werden den Frankfurter Würstchen auf dem Grill mal so richtig einheizen. Das wird ein Leckerbissen. Für die Niederlagen gegen uns werden keine von der KI generierten Videos nötig sein. Wir schaffen die Tatsachen auf dem Platz. McLover bekommt für jedes dieser Spiele einen Platz in der VIP-Loge, um den Untergang der Frankfurter bewundern zu können.

Apropos Brüder. Wir sind fest davon überzeugt, dass unsere norddeutschen Fußballbrüder aus Kiel das DFB-Pokalfinale gewinnen werden. Über Jay Jays wunderbares Gedicht haben wir übrigens uns sehr gefreut. Welche Poesie. Welche Wortgewalt. Welche Begabung. Kieler, wir geben euch folgendes noch mit auf den Weg: Macht die Frankfurter platt! Wir selbst holen uns die Schale!

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Eintracht FrankfurtSamiNo 12.12.2025ZAT 111592 Wörter
Der Regen hatte aufgehört, aber der Riederwald fühlte sich an wie dieser Moment im Flugzeug, wenn die Anschnallzeichen ausgehen, aber alle wissen: Wir sind noch lange nicht da. Der 10. ZAT war durch, die Tabelle hing wie eine schlecht ausgerichtete Wasserwaage schief: Bayern oben, St. Pauli knapp dahinter, Augsburg im Schlepptau und mittendrin Eintracht Frankfurt. Ein Punkt hinter dem Podium, drei vor dem sportlichen Burn-out. Vier Spiele, vier Möglichkeiten: Absturz, Stillstand, Durchmarsch oder irgendwas dazwischen, das später „entwicklungstechnisch wertvoll“ genannt wird.
SamiNo blätterte den Kicker durch, als suche er eine bestimmte Seite, von der ihm jemand versprochen hatte, sie sei garantiert drin. Titelstory Bayern, Analyse Augsburg, irgendwo eine Randnotiz über Kiel. Aber da, wo sonst epische Romane aus dem Oberstübchen von St. Pauli standen, gähnte: nichts.
„Krass“, murmelte er. „Die haben die Druckerei nicht bezahlt.“
JP kam mit zwei Kaffeebechern rein, beides ohne Deckel, als wollte er dem Schicksal wenigstens eine Chance geben. „Was ist los? Keine Lehrstunde vom Kiez heute?“
„Nichts“, sagte SamiNo und hielt ihm die leere Kicker-Spalte hin. „Gar nichts. Kein ‚Wir regieren das Torrausch-Universum‘, kein ‚alle anderen Vereine sind nur Statisten in unserer Ich-Mal-Sie-Mir-Wie-Sie-Mir-Gefällt-Welt‘. Funkstille.“
JP beugte sich vor, als müsste er sicher gehen, dass es kein unsichtbarer Spezialdruck sei. „Vielleicht ist es so weit“, meinte er. „Vielleicht hat jemand in Hamburg festgestellt, dass man Tabellenplätze nicht mit Adjektiven boosten kann.“
„Oder er schreibt an einem Mehrteiler“, überlegte SamiNo. „Finale Trilogie, zwölf Kapitel, so was.“
„Wenn er noch lange schweigt, muss ich mir meine Beleidigungen selber ausdenken“, seufzte JP gespielt tragisch. „Das ist viel Arbeit.“
SamiNo klappte den Kicker zu. „Dafür haben andere die Feder geschwungen.“ Er zeigte auf einen Ausdruck auf dem Tisch. „Kiel.“
JP griff zu, las die Überschrift, räusperte sich und wechselte in den Modus zwischen Poetry-Slam und Mannschaftssitzung.
„‚Berlin, Berlin… wir fahren nach Berlin‘“, begann er. „Riesige Stimmung, riesige Freude, keiner hatte damit gerechnet. Sie wollten nur spielen, ab und zu gewinnen, und jetzt dürfen sie mit uns ins Finale tanzen.“
„Immerhin ehrlich“, kommentierte SamiNo. 
JP las weiter: Eintracht als ‚kein unbeschriebenes Blatt‘, als Klub mit Ansehen, Fans in aller Welt, Kiel als Underdog mit Mut, Störche mit Brust und Bus. Es klang nach ehrlicher Vorfreude und sanfter Selbstverzauberung. Kein Gift, kein Gekreische, kein Zoologie-Seminar.
„Man muss sagen“, meinte JP, „der Mann kann schreiben, ohne jemanden mit Pestiziden zu drohen. Ist ungewohnt.“
„Und er glaubt an den Sieg“, sagte SamiNo. „Das sollte er auch. Sonst hätten wir ein Problem.“
„Na ja“, JP zuckte mit den Schultern, „die Störche rechnen vielleicht nicht mit der Tatsache, dass wir nach dieser Saison nicht nur Taktiktafeln, sondern auch gewisse Rechnungen offen haben. Liga, Pokal, Ehre. Einmal alles, bitte.“
Sie schwiegen einen Moment. Durch das Fenster sah man ein paar Spieler über den Platz trotten, regeneratives Laufen – dieser euphemistische Begriff für „Wir sind alle platt, aber tun so, als wäre es geplant“.
„Vier Spiele in der Liga“, zählte SamiNo leise. „Ein Finale in Berlin. Das ist entweder das Kapitel, nach dem alle sagen: ‚Ihr seid wahnsinnig‘, oder das, nach dem alle so tun, als hätten sie immer an uns geglaubt.“
„Du weißt schon“, sagte JP, „dass ab jetzt jeder Trainer in der Liga versucht, aus jedem deiner Sätze die TK-Verteilung rauszulesen. Wenn du in einem Interview hustest, schreibt irgendwo einer: ‚Aha, Auswärtsrisiko‘.“
„Genau deshalb brauchen wir Nebel“, sagte SamiNo. „Kein Rauch, das hatten wir schon genug, aber Nebel. Alle sollen sich sicher sein, dass sie wissen, was wir tun und trotzdem falsch liegen.“
JP grinste schief. „Dann ist es Zeit für den Plan.“
Der Plan begann mit einer Pinnwand.
Nicht irgendeiner Pinnwand, sondern einem absurd überfüllten Ungetüm aus Kork, das JP aus einem Lagerraum gezogen hatte. Sie stellten sie mitten in den Besprechungsraum, klebten eine Deutschlandkarte drauf und steckten bunte Fäden, Klammern, Fotos, ausgedruckte Heatmaps, Horoskope der Spieler, Screenshots von Kieler Fangesängen und einen Ausdruck der Tabelle drumherum.
Wer die Wand sah, konnte nur zwei Schlüsse ziehen: Entweder Frankfurt hatte einen genialen Masterplan oder man hatte im Riederwald einen Escape Room eröffnet.
„Das ist für die Kameras“, erklärte SamiNo. „Jeder, der hier reinschaut, soll denken, wir hätten die Weltformel in der Hand. In Wahrheit wissen nicht mal wir, was diese grüne Schnur soll.“
„Die grüne Schnur ist Dortmund“, improvisierte JP. „Oder der Kaffeeautomat. Ich bin mir noch unsicher.“
Daneben stellten sie einen Flipchart, auf dem groß „STRATEGIE – NICHT FOTOGRAFIEREN“ stand. Darunter kritzelten sie in sekundenschnelle unleserliche Pfeile, Zahlen und ein großes Fragezeichen.
„Wenn jetzt jemand durch den Türspalt filmt“, sagte JP, „posten sie das als ‚insider leak‘. Und während sie versuchen zu entschlüsseln, was ‚Z=R²+TK/Chaos‘ bedeutet, überlegen wir in Ruhe, ob wir gegen Köln oder Leverkusen mutiger sind.“
Die echten Notizen, nüchterne, kleine Zahlenkolonnen, Stärken-Schwächen-Listen, Rest-TK-Rechnung, landeten in einem unscheinbaren Collegeblock, der aussah wie das Matheheft eines mittelbegabten Schülers. Niemand hält so etwas für wertvoll, dachte SamiNo. Und genau das war der Punkt.
Am Nachmittag stand „visualisierte Vorbereitung“ auf dem Plan. Offiziell.
Die Mannschaft betrat den Video-Raum, sah den Beamer, sah die Pinnwand, sah JP, der mit einer Fernbedienung wedelte, als wolle er gleich eine Doku über Quantenfußball starten.
„So, mes amis“, begann er. „Wir schauen jetzt keine Spielszenen. Die kennt ihr. Stattdessen zeige ich euch… Möglichkeiten.“
Auf der Leinwand erschien eine Excel-Tabelle. In der ersten Spalte standen die nächsten Gegner, in der zweiten, dritten und vierten Spalte drei Farben:Rot, Gelb, Blau. Keine Zahlen, keine Begriffe.
„Rot heißt?“, fragte ein Spieler.
„Kommt drauf an, wer zuguckt“, antwortete SamiNo. „Für euch heißt es: konzentriert. Für die Presse: Panik. Für die anderen Trainer: Rätsel.“
„Und Blau?“
„Blau heißt, wir machen nichts von dem, was ihr denkt, dass wir machen. Und Gelb heißt, ihr fragt besser nicht nach.“
Es folgte eine halbe Stunde, in der sie mit Farben, Symbolen und Codewörtern arbeiteten, die selbst einen Kryptologen an den Rand der Kündigung gebracht hätten. Die Spieler bekamen klare Anweisungen, aber in der Öffentlichkeit sah es aus, als hätte Frankfurt beschlossen, das letzte Saisonviertel in einer Mischung aus moderner Kunst und Mathe-Olympiade zu bestreiten.
Später, als die Jungs weg waren, ließ JP sich in einen Stuhl fallen. „Glaubst du, das funktioniert?“
„Es funktioniert schon jetzt“, sagte SamiNo und zeigte ihm sein Handy. In einem Manager-Forum kursierte bereits ein verschwommenes Foto der Pinnwand, dazu 40 Kommentare, was das wohl über die TK-Verteilung verraten könnte.
„Einer schreibt“, lachte JP, „die lila Pinnnadel bedeutet, dass wir gegen Kiel defensiv starten. Lila! Wir hatten gar keine lila Nadeln, oder?“
„Nein“, sagte SamiNo. „Das war ein Kaugummi.“
Als es draußen dunkel wurde, blieb für einen Moment alles stehen. Kein Kicker-Text, kein neues Gedicht aus Kiel, kein giftiger Kommentar von irgendwo... nur das Summen des Flutlichts und das Rascheln des Rasens, der morgen wieder leiden würde.
„Weißt du“, sagte SamiNo leise, „ich mag das gerade. Dass in Hamburg niemand schreit, dass in Kiel jemand reimt, ohne zu protzen und dass wir hier sitzen und einfach… arbeiten.“
JP nickte. „Die anderen können sich Gedanken machen, ob wir mit fünf Stürmern oder ohne Torwart spielen. Wir wissen, dass am Ende keiner dieser Spekulationen entscheidet, sondern das, was in diesen vier Spielen passiert. Und in diesen letzten 120 Pokalminuten.“
„Und wenn es schiefgeht?“, fragte SamiNo.
„Dann bist du der Trainer, der es mit Flipcharts, Horoskopen und bunt verknoteten Fäden versucht hat“, sagte JP. „Schlimmer als ein normaler Saisonabschluss ist das auch nicht.“
„Und wenn es klappt?“
JP grinste. „Dann erklären wir im Pokal-Interview, dass der Schlüssel zum Erfolg die grüne Schnur war. Und keiner weiß, was das bedeutet.“
Sie lachten beide. Dann standen sie auf, löschten das Licht und ließen Pinnwand, Flipchart und Gerüchte in der Dunkelheit zurück.
Wie die Eintracht diesen letzten ZAT wirklich anging, würde niemand aus einem Foto, einer Schlagzeile oder einem Gedicht lesen können. Weder in Hamburg, noch in Kiel, noch sonst irgendwo.
Die Antwort würde, wie immer, nicht im Kicker stehen.
Sondern auf der Anzeigetafel.

Die Schwaben müssen nochmal alles mobilisieren

VfB StuttgartFlorian Kraus 07.12.2025ZAT 11516 Wörter

Beim VfB Stuttgart liegen bewegte Wochen hinter Mannschaft und Trainerteam. Noch vor kurzem schien ein Platz in der oberen Tabellenhälfte fest im Blick, doch eine unglückliche Serie ließ die Schwaben vom fünften auf den zehnten Rang abrutschen. Ein Absturz, der schmerzt – vor allem, weil der VfB über weite Strecken der Saison konstant und stabil aufgetreten war. Nun gilt es, sich neu zu sortieren, denn die letzten vier Spiele entscheiden darüber, ob der erhoffte einstellige Tabellenplatz Wirklichkeit wird.

Auffällig ist, wie eng die Spiele zuletzt waren. Stuttgart präsentierte sich keineswegs hoffnungslos oder chancenlos, vielmehr fehlten am Ende oft nur Nuancen. Mal verhinderte ein unglücklicher Gegentreffer eine Punkteteilung, mal ließ die Mannschaft jene Konsequenz im Abschluss vermissen, die sie in der Hinrunde ausgezeichnet hatte. Genau diese Kleinigkeiten machen derzeit den Unterschied und haben den VfB in der Tabelle zurückgeworfen.

Doch innerhalb des Teams ist keineswegs Verunsicherung spürbar. Im Gegenteil: Trainer Florian Kraus setzt in dieser entscheidenden Phase auf Geschlossenheit, klare Ansagen und das Vertrauen in die eigenen Stärken. Immer wieder betont er intern, dass die Mannschaft über genügend Qualität verfügt, um den Trend zu stoppen und sich wieder nach oben zu arbeiten. Und tatsächlich: Die Moral stimmt, das Miteinander passt, und die Trainingsleistungen deuten darauf hin, dass der VfB noch lange nicht bereit ist, die Saison auslaufen zu lassen.

Die kommenden Begegnungen werden allerdings zu einem Charaktertest. Jeder Spieler weiß, dass nun die Momente zählen, in denen man über die Schmerzgrenze geht, in denen man Zweikämpfe entschlossener annimmt und in denen individuelle Fehler nicht mehr passieren dürfen. Nur wenn der VfB diese Intensität auf den Platz bringt, ist der einstellige Tabellenplatz realistisch.

Am Ende könnte es genau diese Druckphase sein, die den Ausschlag gibt. Der VfB Stuttgart steht vor vier richtungsweisenden Partien – und wenn die Schwaben das abrufen, was sie über weite Strecken der Saison gezeigt haben, ist die Rückkehr in den oberen Tabellenbereich alles andere als ausgeschlossen. Stuttgart hat es selbst in der Hand.

Zwischen Kampfgeist und Endspurt

SV Werder BremenChristian 07.12.2025ZAT 11247 Wörter
Der vorletzte ZAT brachte für Werder Bremen zwei enorm wichtige Siege und hält den Traum von einer guten Abschlussplatzierung weiter am Leben. Besonders beeindruckend war der souveräne 4:1-Auswärtserfolg bei Holstein Kiel. Bremen nutzte die eigenen Chancen eiskalt und setzte ein klares Ausrufezeichen im Kampf um die oberen Tabellenregionen. Auch zuhause gegen Borussia Dortmund zeigte das Team Nervenstärke: Ein konzentrierter Auftritt, ein knappes, aber hochverdientes 1:0 – und damit ein weiterer Dreier gegen einen direkten Konkurrenten.

Im dritten Spiel folgte ein geduldiger 1:0-Arbeitssieg gegen den Hamburger SV. Bremen ließ wenig zu und spielte zielstrebig nach vorn, ohne das Risiko zu überziehen. Insgesamt also ein starker ZAT, der wichtige Punkte brachte und Selbstvertrauen für den Saisonendspurt.

Nun wartet der letzte ZAT – und der hat es in sich. Auswärts in Freiburg gilt es, kühlen Kopf zu bewahren, denn die Breisgauer sind bekannt für ihre Heimstärke. Anschließend erwartet Werder im eigenen Stadion der FC Bayern, ein Gegner, der trotz hoher Qualität immer wieder schwankt. Das dritte Duell führt nach St. Pauli, wo traditionell umkämpfte Spiele warten. Zum Abschluss empfängt Bremen die Stuttgarter Kickers – ein Match, in dem die letzten Körner der Saison mobilisiert werden müssen.

Die Ausgangslage ist klar: Werder hat noch alle Chancen, die Saison erfolgreich zu krönen. Mit der richtigen Mischung aus Mut, Kontrolle und Effizienz kann dieser letzte ZAT noch richtig golden werden. Auf geht’s, Grün-Weiß!

FC Augsburg unter Trainer Wasserlasser – vier Spieltage vor Schluss zwischen Traum und Trauma

FC AugsburgWasserlasser 07.12.2025ZAT 11359 Wörter
Vier Spieltage vor dem Saisonende steht der FC Augsburg unter Trainer Wasserlasser auf dem dritten Tabellenplatz. Mit 52 Punkten, dicht gefolgt von Eintracht Frankfurt und einem breiten Verfolgerfeld, hat sich Augsburg eine ausgezeichnete Ausgangslage verschafft. Die Saison verläuft enger als in vielen Jahren zuvor, und gerade deshalb ist das Spektrum an möglichen Entwicklungen besonders groß.

Nach oben ist noch vieles möglich. Rein rechnerisch kann der FCA sogar noch um die Champions-League-Plätze mitspielen. St. Pauli liegt lediglich zwei Punkte voraus, selbst Bayern München ist mit drei Zählern Abstand nicht völlig außer Reichweite. Auch wenn der große Wurf ein perfektes Saisonfinish erfordern würde, ist ein Vorstoß auf Platz zwei keineswegs unrealistisch. Die aktuelle Position auf Rang drei bietet zudem eine hervorragende Chance, wenigstens die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb sicherzustellen.

Doch die Tabelle zeigt nicht nur die Möglichkeiten, sondern auch die Risiken. Zwischen Platz drei und Platz zehn liegen lediglich sieben Punkte. Eine kurze Schwächephase könnte ausreichen, um aus den internationalen Rängen herauszufallen. Augsburg hat zwar vieles selbst in der Hand, doch die Konkurrenz aus Frankfurt, Dortmund, Stuttgart, Leverkusen und Bremen sitzt im Nacken. Die engen Ergebnisse der Saison und das mit +6 nur knapp positive Torverhältnis lassen kaum Spielraum für Nachlässigkeiten.

In dieser Phase der Saison wachsen Druck und Bedeutung jeder einzelnen Partie. Die Mannschaft wird nun vor allem Ruhe, Effizienz und taktische Disziplin benötigen. Führungsspieler müssen Stabilität ausstrahlen, denn die kommenden Wochen entscheiden darüber, wie diese bemerkenswerte Spielzeit in Erinnerung bleiben wird. Gelegenheit für große Träume ist da, doch ebenso die Gefahr einer bitteren Enttäuschung.

Am Ende steht der FC Augsburg zwischen Ruhm und Risiko. Der Verein hat die Chance, eines der erfolgreichsten Kapitel seiner Bundesliga-Historie zu schreiben. Doch um diesen Weg zu Ende zu gehen, braucht es nun Nervenstärke, kluge Entscheidungen und die Fähigkeit, in engen Spielen die entscheidenden Momente auf seine Seite zu ziehen. Ob diese Saison als Triumph oder als verpasste Gelegenheit in die Geschichte eingehen wird, entscheidet sich in den nächsten 360 Minuten Fußball.

Sehr zufrieden mit Platz 4

SV Werder BremenChristian 14.12.2025ZAT 12278 Wörter
Der 11. ZAT ist Geschichte und für den SV Werder Bremen fällt das Saisonfazit durchweg positiv aus. In den letzten vier Spielen zeigte sich das Team in guter Form und sicherte sich am Ende mit Platz 4 einen starken Rang in der Abschlusstabelle – verbunden mit der Qualifikation für die Champions League. Ein Ergebnis, das vor der Saison nicht selbstverständlich war.

Den Auftakt bildete das torreiche Auswärtsspiel beim SC Freiburg. In einer wilden Partie mit offenem Visier unterlag Werder zwar mit 4:7, ließ dabei aber offensiv aufhorchen. Trotz der Niederlage zeigte Bremen Moral und bewies, dass man auch auswärts jederzeit Tore erzielen kann.

Im anschließenden Heimspiel gegen den FC Bayern München folgte dann ein echtes Highlight. Mit viel Disziplin, einer stabilen Defensive und hoher Effizienz gelang ein knapper, aber hochverdienter 1:0-Erfolg gegen den Favoriten. Dieser Sieg sollte sich im Saisonendspurt als enorm wertvoll erweisen.

Auswärts beim FC St. Pauli bestätigte Werder den positiven Trend. In einer intensiven Partie behielt Bremen die Nerven, nutzte seine Chancen konsequent und gewann verdient mit 4:2. Gerade gegen den späteren Tabellenzweiten war dies ein starkes Ausrufezeichen.

Zum Abschluss des ZAT ließ Werder im Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers nichts anbrennen. Ein souveränes 4:0 rundete den Saisonendspurt ab und unterstrich die offensive Qualität der Mannschaft.

Mit 19 Siegen, 58 Punkten und Rang 4 beendet Werder Bremen die Saison hinter Augsburg, St. Pauli und Bayern München – und damit klar in der erweiterten Spitzengruppe der Liga. Der Dank gilt abschließend nordic für die hervorragende Ligaleitung und die wie immer großartigen Berichte. Genau das macht Torrausch aus!

DFB-Pokal14 Artikel

SGE startet in Gruppe 1

Eintracht FrankfurtSamiNo 11.10.2025ZAT 1313 Wörter
Es ist wieder soweit: Der DFB-Pokal startet in seine Vorrunde und wie immer riecht es nach frisch gemähtem Rasen, übermotivierten Außenseitern und Trainern, die schon am ersten Abend mehr über Formationen reden als über Schlaf. Die neue Struktur mit drei Sechsergruppen lässt Erinnerungen an alte Europapokalzeiten aufkommen – Reisen, Taktik, und die leise Hoffnung, dass ein Sieg mehr als nur drei Punkte bedeutet.
In Gruppe 1 mischen gleich sechs Namen mit, die unterschiedlicher kaum sein könnten: St. Pauli, Eintracht Frankfurt, Arminia Bielefeld, Borussia Dortmund, Holstein Kiel und Dynamo Dresden. Alle starten bei Null Punkten, alle mit 18 TK – ein Gleichgewicht, das nur so lange hält, bis die ersten Freistöße ihren Weg ins Netz finden.
Für Frankfurt geht’s zum Auftakt nach Kiel, wo man bereits in der Liga schmerzlich Bekanntschaft mit norddeutscher Effizienz machte. Danach folgt das Heimspiel gegen Dortmund, ehe der dritte Akt gleich zum Wiedersehen mit St. Pauli führt – jenen Hamburgern, die vor Saisonbeginn in der Liga noch großspurig versprachen, „den Frankfurter Würstchen Beine zu machen“. SamiNo dürfte also keine Motivationsprobleme haben.
Parallel dazu treten in Gruppe 2 die Schwergewichte aus München, Bremen, Augsburg, Bochum, Stuttgart und Schalke gegeneinander an Ein Sammelbecken aus Selbstverständnis und Nervosität. Gruppe 3 wirkt dagegen wie die Bühne der Unterschätzten: Köln, Leverkusen, Freiburg, Hamburg, Kaiserslautern und die Stuttgarter Kickers werden ihre Punkte wohl weniger mit Taktik als mit Temperament holen.
Vor dem ersten ZAT herrscht also das übliche Pokalgefühl zwischen Erwartung und Aberglaube. Die Eintracht startet ohne große Worte, aber mit klarer Agenda: bloß nicht verschlafen, was nach Pokal aussieht. Denn wer im Oktober Punkte lässt, schaut im Dezember zu. Und das wäre, gerade in Frankfurt, das Einzige, was wirklich keiner braucht.

Die Eintracht am stolpern?

Eintracht FrankfurtSamiNo 16.10.2025ZAT 2302 Wörter
Der DFB-Pokal hat wieder seine typische Dynamik entfaltet: unberechenbar, taktisch zäh, mit Ergebnissen, die auf dem Papier harmlos aussehen, aber in den Kabinen nachhallen. Nach drei Spieltagen in der Gruppenphase steht Eintracht Frankfurt auf Platz fünf in Gruppe 1, drei Punkte, drei Tore Rückstand auf die Spitze, aber noch im Rennen. Ein Start, der weniger nach Krise klingt als nach einem Satz mit Komma: Es geht weiter.
Was bleibt vom ersten ZAT? Zunächst Ernüchterung – das 0:1 in Kiel war ein klassischer Fehlstart. Frankfurt agierte kontrolliert, fast vorsichtig und fand gegen die stabile Defensive der Nordlichter kein Mittel. Der knappe 1:0-Erfolg über Borussia Dortmund im zweiten Spiel war dagegen ein kleiner Befreiungsschlag: diszipliniert, konzentriert, mit einem Hauch Effizienz. Doch kaum war die Balance zurück, folgte das 0:3 gegen St. Pauli, das wieder zeigte, wie dünn die Luft im Pokal wird, wenn man sich zu sehr auf die Ordnung verlässt.
Die Tabelle sortiert sich erwartungsgemäß: Bielefeld mit drei Siegen souverän an der Spitze, gefolgt von St. Pauli und Kiel, die sich mit je sechs Punkten als ernsthafte Favoriten für das Weiterkommen abzeichnen. Frankfurt bleibt in Schlagdistanz, aber nur, wenn im kommenden ZAT mehr als Verwaltungsfußball kommt.
Am nächsten Spieltag warten Bielefeld und Kiel – zwei Gegner mit völlig unterschiedlicher Energie. Die Arminia spielt wie ein Uhrwerk, Kiel kämpft wie die Eintracht ums Überleben. Für Frankfurt ist das die Chance, sich wieder in die Spur zu schieben. Trainer SamiNo hält sich wie gewohnt bedeckt, redet von „Ruhe bewahren“ und „Schärfe in den Momenten“. Es klingt unspektakulär, aber vielleicht ist genau das die Taktik, die in diesem Wettbewerb weiterführt: Weniger reden, mehr überstehen.

Frankfurt kämpft sich zurück ins Licht

Eintracht FrankfurtSamiNo 25.10.2025ZAT 3297 Wörter
Der zweite ZAT im DFB-Pokal ist gespielt und die Gruppe 1 bleibt ein Hexenkessel voller kleiner Geschichten. St. Pauli grüßt weiter von oben, Eintracht Frankfurt hat sich auf Platz zwei vorgearbeitet. Ein Szenario, das Spannung verspricht. Die Eintracht lebt wieder, die Tabelle wankt, und irgendwo zwischen Selbstvertrauen und Größenwahn meldet sich der selbsternannte Grillmeister aus Hamburg zurück.
„Wir holen uns den DFB-Pokal!“, schrieb Torsuchti in gewohnter Lautstärke. 12 Punkte, eine stolze Bilanz – keine Frage. Aber wer so früh vom Pokal redet, hat offenbar vergessen, dass dieser Wettbewerb keine Bühne für Durchmarschierer ist. Drei Auswärtsspiele stehen für St. Pauli an, und der Tonfall klingt, als hätte jemand den Sekt schon vorgekühlt. Frankfurt hört das mit einem müden Lächeln.
SamiNo kommentiert öffentlich nichts, intern aber wohl schon: „Wenn jemand sieben Tore schießen will, soll er’s versuchen...“
Der 4:0-Erfolg über Holstein Kiel und die konzentrierte Vorstellung gegen Bielefeld zeigen, dass die Eintracht wieder Struktur gefunden hat. Der Ausrutscher in Dresden war ärgerlich, aber kein Rückfall. Mit neun Punkten ist Frankfurt voll im Renne. Und mit St. Pauli steht das Duell um die Gruppenführung kurz bevor.
Frankfurt reist also leise, aber nicht kleinlaut. Während in Hamburg schon vom Gold die Rede ist, bleibt man am Main beim Schmieden – ohne Glanz, aber mit Griff. Der DFB-Pokal ist kein Ort für Überschriften, sondern für Timing. Und das hat Frankfurt zuletzt zurückgefunden. Ob es für St. Pauli diesmal reicht, „sieben Tore“ zu schießen, wird sich zeigen. Vielleicht aber erleben wir das alte Pokalgesetz aufs Neue: Laut brüllen hilft nicht, wenn der Gegner lieber trifft.

Wir holen uns den DFB-Pokal!

FC St. PauliTorsuchti 23.10.2025ZAT 3161 Wörter
Im DFB-Pokal läuft es für uns genauso rund wie in der Bundesliga: Platz eins. Damit sind wir sehr zufrieden. Wir fegten Borussia Dortmund mit 5:0 vom Platz. Das gleiche passierte mit DSC Arminia Bielefeld. Nur gegen Dynamo Dresden mussten wir uns 2:0 geschlagen geben. Mit 12 Punkten führen wir die Gruppe wie gesagt an. Leider erwarten uns am dritten ZAT drei Auswärtsspiele und nur ein Heimspiel. Es wird schwer, an der Gruppenspitze zu bleiben. Doch wir werden das schaffen. Wir dürfen nicht so stolpern wie die Frankfurter. Wir müssen sicheren Schrittes in die nächste Phase des DFB-Pokals gehen. Dafür steht der FC St. Pauli. Es ist durchaus vorstellbar, dass wir am nächsten ZAT gegen Holstein Kiel, Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund jedes Mal sieben Tore schießen werden. Sieben Tore, was ist das schon? Wir können gerne doppelt so viele Tore schießen. Hauptsache, wir holen uns den DFB-Pokal.

Es geht um die Grillwurst!

FC St. PauliTorsuchti 01.11.2025ZAT 6183 Wörter
In der Bundesliga läuft es für den FC St. Pauli rund, aber im DFB-Pokal? Wir sind mit dem bisherigen Pokalergebnis höchst unzufrieden, bedanken uns aber für die zweite Chance, die uns gegeben wurde. In der Zwischenrunde gilt es nun, die schwache Leistung in der Vorrunde wieder wettzumachen.

Wie kann das sein? Hinter Bielefeld? Dass Kiel mehr Punkte holen konnte, verstehen wir ja noch, handelt es sich doch ebenfalls um einen norddeutschen Klub, aber Eintracht Frankfurt? Wo gibt es das: Grillwürstchen, die den Grillmeister spielen? Wir sind fassungslos. Die drei Auswärtsspiele waren drei Auswärtsspiele zu viel für uns. Wir bangen ernsthaft um den DFB-Pokal. Wir wollen doch nur das Double holen. Das ist doch nicht zu viel verlangt.

Und schon liefert SamiNo die nächste Allegorie: Das Bild des Schmiedes. Gut, dann nehmen wir eben Hammer und Amboss und hämmern uns ein hübsches Schwert, mit dem wir uns durch die Zwischenrunde kämpfen werden. Im DFB-Pokal legen wir jetzt die Grillutensilien beiseite und greifen zu drastischeren Methoden. Denn hier geht es um die Grillwurst!

Wusste Kaiserslautern über die Abwesenheit des VfB Stuttgart?

FC St. PauliTorsuchti 08.11.2025ZAT 7167 Wörter
Im DFB-Pokal stehen wir im Mittelfeld. Der FC Augsburg hat einen perfekten Pokal-ZAT hingelegt. Die können nicht mehr eingeholt werden. Wir müssen uns also auf die Mannschaften konzentrieren, die ebenfalls 6 Punkte haben. Von den Stuttgarter Kickers wurden wir 4:0 geplättet. Dazu gibt es nicht viel zu sagen. Ganz anders waren ihre Mitbewohner vom VfB Stuttgart. Ganz ohne Trainer standen sie da. Da hätte ein Tor bereits gereicht. Den 1. FC Kaiserslautern haben wir mit einem spektakulären Auswärtsangriff überrascht. Zwei Tore hätten in diesem Spiel auch schon gereicht.

Was wir aber nicht so recht verstehen ist, warum der 1. FC Kaiserslautern gegen den VfB Stuttgart nur ein Tor setzte. Als Auswärtsmannschaft sollte doch davon ausgegangen werden, dass die Heimmannschaft mindestens ein Tor setzt. Wenn die Auswärtsmannschaft überhaupt siegen möchte, dann sollte sie mindestens zwei Tore setzen, doch der FCK hat nur ein Tor gesetzt. Wussten die Kaiserslauterer etwa, dass vom VfB Stuttgart nichts kommen würde?

Würstchen für alle!

FC St. PauliTorsuchti 14.11.2025ZAT 8140 Wörter
Auch die Zwischenrunde des DFB-Pokals kann eigentlich schon abgebrochen werden. Der FC St. Pauli und der FC Augsburg kommen weiter, die anderen Vereine eben nicht.

Der letzte ZAT war für uns perfekter als perfekt; er war superperfekt. Wir haben alle 3 Spiele in der Bundesliga UND alle 3 Spiele im DFB-Pokal gewonnen. Das zeigt, wie stark unsere Mannschaft ist und dass sie zu außergewöhnlichen Leistungen in der Lage ist. Der FC Augsburg wurde mit 3:0 weggeballert, der DSC Arminia Bielefeld mit 1:2 im eigenen Stadion besiegt und für die Stuttgarter Kickers reichte uns ein 1:0.

Wer kann den FC St. Pauli noch aufhalten? Richtig: Niemand. Torrausch-Deutschland wird vom Hamburger Kiez regiert. Und um das zu feiern, grillen wir noch mehr Würstchen. Würstchen! Würstchen für alle! Es darf gefeiert werden!

Mission Flohmarkt

Eintracht FrankfurtSamiNo 21.11.2025ZAT 11801 Wörter
… Der Peugeot rollte vom Flughafenparkplatz, während Frankfurt in grauen Blöcken vorbeizog. Die Scheiben beschlugen, SamiNo wischte mit dem Ärmel und lenkte auf die Autobahn. Im Kopf längst schon auf dem Rasen.
„Bevor du nur von Thailand erzählst: lies das.“ Er warf JP den Kicker auf den Schoß. Der setzte eine Brille auf und begann laut zu lesen. Er stolperte über Umlaute, erfand Betonungen, aber die Botschaft war klar.
„‚Hamburg bleibt schädlingsfrei‘… ‚Kaiser Torsuchtihito‘… ‚SamiNo, der Floh‘… Kammerjäger… Würstchen…“ Er schnaubte und klappte das Heft zu.
SamiNo wartete auf den Ausbruch. Stattdessen legte JP den Kopf schief. „Schon wieder einer mit Kaiser-Komplex.“
„Schon wieder?“ fragte SamiNo.
„Mais oui. Terrormopp in Auxerre hat dich Mini-Napoléon genannt und am Ende standen deine Pokale im Schrank und seine Ausreden in der Zeitung.“ JP tippte auf den Kicker. „Jetzt also Kaiser Torsuchtihito. Sich selbst Kaiser nennen ist gefährlich. In Frankreich sagen wir: ‚Wer sich Krone aufsetzt, braucht starken Hals.‘“
SamiNo lachte. „Das hast du dir gerade ausgedacht.“
„Natürlich. Aber es klingt wahr.“
„Er nennt mich Floh“, meinte SamiNo. „Ich analysiere angeblich seine Spiele und rede seinen Erfolg klein.“
„Floh ist gut“, sagte JP. „Ohne Floh ist er nur ein Trainer mit Wurstfetisch. Mit Floh kann er sich wichtig fühlen.“
Draußen wurde die Stadt kleiner, mehr Wohnhäuser, weniger Glas. Der Riederwald kam näher.
„Er hat 45 Punkte“, sagte SamiNo. „Wir 36. Er tut so, als könne man die Liga abbrechen und die Meisterschale einpacken. Sollen sie reden. Wir haben sie 5:0 geputzt. Erste Saison in Deutschland, sechster Platz... das ist Aufbauarbeit. Mit Option auf Ärger.“
„Also, Plan fürs Wochenende: morgen Bayern bei uns, dann auswärts bei klein Suchti, dann die Kickers. Drei Spiele, ein ZAT.“
„Drei Spiele, trois décisions“, sagte JP. „Gehst du all-in oder sparst du Kräfte? Du kannst nicht überall Vollgas geben.“
SamiNo zuckte mit den Schultern. „Ich bin nicht nach Deutschland gekommen, um mich zu verstecken. Bayern daheim, St. Pauli auswärts. Genau die Spiele, an denen man sieht, ob man oben mitspielt.“
„Ja, aber du willst am letzten ZAT noch atmen“, entgegnete JP. „Wenn du jetzt in Hamburg alles reinwirfst, fehlt dir später vielleicht der Funken.“
„Gegen Bayern“, sagte SamiNo, „spielen wir wie Frankfurt: mutig, aber nicht dämlich. Zu Hause können wir jeden schlagen, aber wir müssen nicht als Helden sterben, nur damit klein Suchti eine neue Kolumne schreiben kann.“
„Und bei le petit Suchti?“ fragte JP. „Dort kannst du ihm direkt ins Gesicht springen. Wenn du ihn im eigenen Stadion erwischst, rutscht ihm die Kaiserkrone. Seine Würstchen-Sprüche klingen anders, wenn der Floh vorher drübergetanzt ist.“
SamiNo grinste. „Klar will ich ihn ärgern. Aber Risiko nur, wenn es uns wirklich weiterbringt. Nicht, um auf sein Zirkusniveau runterzugehen.“
JP nickte. „In Frankreich sagen wir: ‚Wer sein Feuerwerk zu früh zündet, sitzt an Silvester im Dunkeln.‘“
„Das sagt ihr garantiert nicht.“
„Ab heute schon. Option eins: Kraft sparen, clever, Marathon. Option zwei: in Hamburg brennen, Statement setzen, auch wenn’s weh tut. Beides hat seinen Preis.“
„Vielleicht entscheidet die Mannschaft“, meinte SamiNo. „Wenn ich im Abschlusstraining sehe, dass sie Risiko schreien, gehen wir hoch. Wenn sie nach Marathon aussehen, nehmen wir St. Pauli mit deutscher Kälte und französischem Spott.“
JP grinste. „Unberechenbar mit Plan. Das mag ich. In Thailand gab es viele Trainer mit großer Show und kleinem... ehm kleiner Tabelle...? Du bist anders. Deutsche Ruhe mit französischer Ironie.“
SamiNo tippte auf den Kicker. „Er schreibt noch was von Kammerjäger, der mich aus dem Millerntor sprüht.“
„Dann sprüh zurück“, sagte JP. „Schreib über dein Taktikboard: ‚Mission Hamburg: Flohmarkt.‘“
Der Peugeot bog auf den Parkplatz ein. Ein paar Fans standen am Zaun. SamiNo stellte den Motor ab. Sie saßen einen Moment still.
„Bereit?“ fragte er.
„Mon coach“, sagte JP, „ich war in Auxerre, ich war in Bangkok, ich habe Viererkette mit Ladyboys organisiert. Ich bin bereit. Egal, ob du den Kaiser sanft kochst oder scharf anbrätst.“
SamiNo stieg aus, atmete die kalte Luft ein. „Den Rest“, sagte er, „klären wir heute mit dem Platz.“
Sie gingen zum Trainingsgelände hinüber. Wie viel Risiko diese Eintracht wirklich in sich trug, würde nicht im Auto entschieden werden, sondern morgen. Auf Rasen, nicht im Kicker.

FC St. Pauli genießt den DFB-Pokal!

FC St. PauliTorsuchti 20.11.2025ZAT 11168 Wörter
Die Vorrunde war für den FC St. Pauli nur eine Aufwärmübung. In der Zwischenrunde haben dann wir unsere wahre Stärke gezeigt. 10 Spiele, 7 Siege, 21 Punkte und damit Platz 1. Die Zahlen sprechen für sich. Mit viel Selbstvertrauen und vollem Torkontingent erreichen wir das Viertelfinale. Unser Gegner wird der SV Werder Bremen sein. Das wird ein spannendes norddeutsches Duell geben.

Es wäre uns lieber gewesen, dass Bremen gegen Eintracht Frankfurt antreten würde. Damit hätte es kein norddeutsches Duell gegeben, aus dem nur einer weiterkommen würde. Stattdessen hätten sich die Bremer um die garstigen Frankfurter gekümmert.

Die Zwischenrunde war kein Nachsitzen, sondern diente lediglich der Verfeinerung unserer Fußballkünste. Wir wollten unsere DFB-Pokal-Erfahrung mit anschließendem Finalsieg in kompletter Länge auskosten.

Auch im DFB-Pokal ist die einzige Grenze, die wir kennen, der Thron. Eintracht Frankfurt hingegen wird vom FC Augsburg in die Schranken verwiesen. Während wir zuschauen und dabei gegrillte Würstchen genießen.

Norddeutsches Freundschaftsduell

SV Werder BremenChristian 16.11.2025ZAT 11202 Wörter
Im Viertelfinale der Torrausch-Bundesliga trifft der SV Werder Bremen auf den aktuellen Tabellenführer FC St. Pauli. Ein Duell, das sportlich wie atmosphärisch für Hochspannung sorgt. Während die Bremer in der Vorrunde mit 18 Punkten souverän den zweiten Platz in Gruppe 2 erreichten, präsentierten sich die Kiezkicker zuletzt in absoluter Topform. St. Pauli dominierte die Zwischenrunde eindrucksvoll und holte mit 21 Punkten den Gruppensieg, wodurch sie als formstärkstes Team in die KO-Phase starten.

Werder geht als Außenseiter ins Duell, hat sich aber im bisherigen Wettbewerb durch taktische Disziplin und Effizienz ausgezeichnet. Gerade in engen Spielen bewiesen die Grün-Weißen Nervenstärke, eine Qualität, die im Hin- und Rückspiel entscheidend sein dürfte. St. Pauli hingegen verfügt über das stärkere Grundniveau und überzeugt besonders durch eine variable Offensive, die in dieser Saison immer wieder Spiele zu ihren Gunsten drehen konnte.

Für Bremen wird es vor allem darum gehen, St. Paulis Druckphasen zu überstehen und im eigenen Abschluss konsequent zu bleiben. Gelingt es Werder, das Hinspiel eng zu gestalten, bestehen realistische Chancen auf eine Überraschung. Das Duell verspricht ein packender Schlagabtausch zweier Teams, die ihren Blick klar auf das Halbfinale richten.

Hamburg bleibt titelfrei!

Eintracht FrankfurtSamiNo 29.11.2025ZAT 12944 Wörter
Am nächsten Morgen sah JP aus, als hätte er die Reeperbahn eigenhändig zurück in die 2. Liga geschubst. Die Sonnenbrille war größer als sein Gesicht, der Kaffee stärker als mancher Pauli-Zweikampf. Er ließ sich im Frühstücksraum gegenüber von SamiNo in den Stuhl fallen.
„Mon coach“, murmelte er, „ich habe neue Informationen.“
SamiNo legte den Löffel ab. „Wenn die Informationen so riechen wie du, will ich sie vielleicht gar nicht hören.“
JP ignorierte die Spitze. „Recherche“, verkündete er und zog sein Handy hervor, als wäre es eine geheime Scouting-Mappe. „Ich habe nach unserem Tanz auf der Reeperbahn ein paar Leute getroffen. Leute, die Klein Suchti kennen. Und – Überraschung – er ist der beste Buddy von McLover.“
SamiNo blinzelte. Der Name traf ihn wie eine alte Gelbsperre. „McLover. Der Vogel, der mit Marseille im Coupe de France gegen uns rausgeflogen ist und danach so gejammert hat, als hätte man ihm die Playstation weggenommen.“
„Exactement“, nickte JP. „Der, der nach der Niederlage gegen AJ Auxerre gesungen hat wie ein kleines Mädchen im Regen und dann sogar Frankreich verlassen hat. Sie scheinen vom gleichen Schmied zu sein. Gleiche Frisur im Kopf. Klein Suchti wird bald auch jammern, wie unfair alles ist. Wundert sich keiner – das erklärt sein ganzes Auftreten.“
SamiNo lehnte sich zurück. „Das würde vieles erklären. Vor allem diese Texte.“
Als hätte das Schicksal auf Stichwort gewartet, ploppte eine neue Nachricht in der Mannschaftsgruppe auf. Einer der Spieler hatte wieder Torsuchtis neuesten Monolog aus dem Netz gefischt:
„Rache… Rache… Rache!!! [...]“
JP las laut vor, Stimme triefend vor Spott. Am Ende schnaubte er.
„Dass Klein Suchti in dieser Ausgangslage von Rache faselt“, sagte er trocken, „zeigt, wie hohl er ist. Er hat gerade fünf Stück gefressen, muss im Pokal gegen eine Mannschaft ran, die mehr Torkontingent hat und erzählt was von Flugzeug-Armada. Pauli wird gegen die Eintracht ausscheiden. Versprochen. Es sei denn, sie bekommen vorher noch einen Sonderpreis von der Umweltbehörde für überhöhten Sprayverbrauch.“
SamiNo grinste. „Vielleicht bewirbt er sich einfach als Kammerjäger und lässt das mit dem Trainer. Da muss man wenigstens keine Mikrowelle vorheizen.“
„Stimmt“, lachte JP, „Suchti ist so einer, der wirklich versucht, daheim die Mikrowelle vorzuheizen, damit das Würstchen sich nicht erschreckt.“
Beide brachen in Gelächter aus. Für einen Moment war alles leicht: Reeperbahn, Pokal, Augsburg, alles nur ein großer, schräger Film.
Dann wurde SamiNo ernst. „Also. Faktenlage: Durch unseren Sieg haben wir Pauli vom Thron geschubst. Augsburg ist Tabellenführer. Nächster ZAT: wir gegen Augsburg. Dazu Pokalhalbfinale hier in Hamburg gegen Pauli. Wir halten einiges in der Hand.“
JP nickte. „Wenn du gegen Augsburg verlierst, machst du Wasserlasser den Weg zum Titel frei. Wenn du im Pokal Pauli rausschmeißt, bleibt Klein Suchti titelfrei. Und seine Idee, die Saison frühzeitig zu beenden, kannst du endgültig beerdigen.“
„Klein Suchtis Wunsch nach der vorzeitig eingefrorenen Saison ist sowieso Geschichte“, sagte SamiNo. „Jetzt muss er die komplette Distanz laufen und wir stehen mit einem Eimer voll Stolpersteine daneben.“
„Aber“, hakte JP nach, „was machst du wirklich? Lässt du Augsburg gewinnen, um Pauli in der Liga zu sabotieren? Oder gehst du auf alles, überall?“
SamiNo überlegte. „Ich spiele für Eintracht Frankfurt. Wir sind keine Statisten im Kopfkino von St. Pauli. Wenn wir gewinnen können, gewinnen wir. Wenn wir stolpern, dann, weil wir müde, dumm oder unkonzentriert sind und nicht, weil ich irgendeiner Würstchen-Phantasie von Klein Suchti diene.“
Er nahm einen Schluck Kaffee. „Aber natürlich weiß ich: Egal wie wir gegen Augsburg spielen, für Pauli ist es ein Risiko. Entweder wir nehmen Augsburg Punkte ab und halten das Titelrennen offen. Oder wir machen Augsburg groß und schieben Pauli tiefer ins Regal. Am Ende ist klar: St. Pauli holt keinen Titel. Eintracht und SamiNo sei Dank.“
„In Frankreich“, setzte JP an, „sagen wir: ‚Wer mit Flöhen pokert, verliert immer seine Nerven.‘“
„Das sagt ihr ganz sicher nicht.“
„Ab heute schon.“ Er grinste. 
SamiNo stand auf, streckte sich. „Gut, Professor Reeperbahn. Heute gibt es kein Tanzen auf Tischen. Heute ist Videoanalyse. Augsburg ist kein Würstchenstand, Wasserlasser ist kein Clown. Und Klein Suchti…“
„…ist ein Statist im falschen Film“, ergänzte JP. „Und bald ein weiterer Freund von McLover im großen Klub der ‚Es war alles so unfair‘-Jammerer.“
„Genau“, sagte SamiNo. „Sie können gerne gemeinsam eine Selbsthilfegruppe gründen: ‚Trainer gegen Ergebnisgewalt‘.“
Als sie später zum Mannschaftsbus gingen, wehte eine Möwe über dem Parkplatz, kreischte kurz und flog Richtung Hafen davon. JP sah ihr nach.
„Siehst du“, sagte er, „selbst die Möwen fliehen vor dem Flohspektakel.“
SamiNo schüttelte den Kopf, konnte sich ein Lächeln aber nicht verkneifen. Vor ihnen lag Augsburg, davor noch das nächste Trainingsspiel und irgendwo in Hamburg saß Klein Suchti sicher schon wieder über einer neuen Rache-Fantasie.
Nur eines stand fest: Die Saison würde nicht vorzeitig enden. Nicht für ihn, nicht für Pauli. Und wenn am Ende wirklich „Fliehende Flöhe flohen aus Frankfurt“ auf einem Titelblatt stehen sollte, dann vermutlich nur, weil JP wieder auf einem Tisch in Pauli stand und der Floh ausgerechnet dort am höchsten sprang.

Rache!

FC St. PauliTorsuchti 27.11.2025ZAT 12130 Wörter
Rache… Rache… Rache!!!
Das Flohspektakel in unserem eigenen Stadion hat das Fass endgültig zum Überlaufen gebracht!
Die Flohsprays werden nun weggeschmissen. Stattdessen werden wir mit einer Flugzeug-Armada die Flöhe von Frankfurt im Halbfinale des DFB-Pokals ein für alle Mal wegsprühen! Hamburg, nein, Deutschland soll schädlingsfrei bleiben! Schnell noch einmal ein Würstchen gegessen, ein Bier dazu getrunken, und dann geht es ran an den Speck!
Leider hat uns das blutige Bruderduell gegen Werder Bremen viel Kraft gekostet. Die Frankfurter stehen deswegen mit mehr Torkontingent da. Wir werden trotzdem versuchen mit allem, was wir haben, sie aus dem DFB-Pokal zu fegen. Denn Hamburg, nein, ganz Deutschland soll schädlingsfrei bleiben. „Fliehende Flöhe flohen aus Frankfurt“. Ja, das soll dann auf dem Titelblatt des Kicker-Magazins stehen.

Berlin, Berlin...

Holstein KielJay Jay 08.12.2025ZAT 13144 Wörter
...wir fahren nach Berlin. Riesige Stimmung und Freude bei Fans und Mannschaft in Kiel über das erreichen des Finales im DFB Pokal.
Dabei hatte man nicht damit gerechnet soweit zu kommen,

denn wir wollten nur spielen 
und ab und zu gewinnen
doch viele Mannschaften fielen 
jetzt kann das Finale beginnen.

Unser Gegner im Finale, die Eintracht aus Frankfurt ist kein unbeschriebenes Blatt, hat sie doch durch ihr beherztes und couragiertes Auftreten sei es national und international ein großes Ansehen in den letzten Jahren und viele Fans auf der ganzen Welt dazu gewonnen.
Aber trotz alledem und vor allem mit unseren Fans im Rücken werden sich die Störche nicht verstecken und mutig nach vorne spielen. Egal wie das Spiel ausgeht im Finale zu stehen ist schon großartig genug aber gewinnen noch besser.
Also ab in den Bus der Gegner wartet schon. 

Herzlichen Glückwunsch an den Pokalsieger

SV Werder BremenChristian 14.12.2025ZAT 144 Wörter
Starke Norddeutsche Leistung :-)