Eintracht Frankfurt

Vorige Teamseite Nächste Teamseite
Team-Logo

Offizielle Website:
Keine Homepage

Trainer:

SamiNo

Aktuelle Platzierung:
Platz 14

Bild des Trainers.

Aktuelle Ligatabelle

Platz Vorher Mannschaft Sp G U N Pkt. T+ T- TV TK
14 15 Eintracht Frankfurt 34 14 3 17 45 74 78 -4 1.3
Spielplan Trainer Geschichte Statistiken Ligazeitung Pokalzeitung  
« Vorherige123456Nächste »

Pauli? Wo?

Saison 2026-1, ZAT 12, SamiNo für Eintracht Frankfurt am 28.03.2026, 08:39

JP saß am Dienstagmorgen mit einer Lesebrille auf der Nase im Besprechungsraum und studierte das DFB-Pokal-Programm, als würde er einen Vermisstenfall bearbeiten.

„Chef“, sagte er nach einer Weile, „ich finde sie nicht.“

SamiNo hob nicht einmal den Blick vom Kaffee. „Wen?“

JP tippte mit dem Finger auf das Blatt.
„Na, die Übermannschaft. Die mit der kosmischen Ordnung. Die mit dem eingebauten Abbruchantrag. Die mit dem Anspruch auf Dauerfernsehen.“

SamiNo stellte den Becher ab. „Ach.“

Auf dem Papier standen die Halbfinals:
Leverkusen gegen Bayern. Dortmund gegen Frankfurt.
Kein Pauli. Kein kleiner Kaiser. Kein Pathos. Keine Selbstkrönung. Nur vier Mannschaften, die es tatsächlich sportlich geschafft hatten.

JP zog das Blatt näher an sich heran, drehte es einmal um neunzig Grad und dann noch einmal zurück.
„Vielleicht sind sie auf der Rückseite.“

„Vielleicht sind sie im Kommentarbereich“, sagte SamiNo.

JP nickte ernst, als sei das eine echte Möglichkeit. Dann begann er, die Viertelfinals laut vorzulesen. Leverkusen hatte sich in einem wilden 4:1 und 2:5 durchgesetzt. Dortmund hatte Waldhof rausgedrückt. Die Kickers hatten Bayern im Hinspiel geärgert und im Rückspiel den Gefallen zurückbekommen. Und Frankfurt? 0:4 und 0:5 gegen Bremen. Neun Tore, null Gegentore, keine Diskussion.

„Schon seltsam“, murmelte JP. „Wenn man immerzu erklärt, dass man unaufhaltsam ist, sollte man im Pokal wenigstens im Halbfinale stehen. Sonst klingt es irgendwann wie ein Wetterbericht von gestern.“

SamiNo verzog kurz den Mund. „Vielleicht war das Pokalprogramm zu klein für sie.“

JP stand auf, nahm einen Marker und schrieb an die Tafel:

Halbfinale
Leverkusen – Bayern
Dortmund – Frankfurt
Nicht dabei: Geräusch

„Was ist Geräusch?“ fragte SamiNo.

JP legte den Stift weg. „Alles, was sehr laut gewinnt, aber plötzlich sehr leise ausscheidet.“

Dann nahm er das Programm noch einmal in die Hand, klopfte zweimal mit dem Finger drauf und sagte mit fast ehrlicher Verwunderung:

„Chef, vielleicht ist der DFB-Pokal einfach altmodisch.
Der nimmt nur Mannschaften. Keine Quasselbacken.“

410 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

Es wartet Werder!

Saison 2026-1, ZAT 11, SamiNo für Eintracht Frankfurt am 21.03.2026, 15:36

Die Vorrunde ist abgeschlossen, die Zwischenrunde ebenfalls – und der DFB-Pokal hat das Feld deutlich sortiert. Aus Frankfurter Sicht liest sich das erfreulich nüchtern: Platz eins in Gruppe 2 mit 18 Punkten, vor Leverkusen, den Kickers und St. Pauli. Keine perfekte Runde, aber eine sehr stabile. Die Eintracht hat sich in ihrer Gruppe durchgesetzt, ohne dabei ständig den großen Auftritt zu suchen. Genau das macht diesen Pokalweg bislang so brauchbar.
 
Während in Gruppe 1 Gladbach vorne landete und in Gruppe 3 Waldhof Mannheim überraschend den Takt vorgab, wurde in der Zwischenrunde noch einmal aussortiert. Dort setzten sich vor allem die Stuttgarter Kickers und Borussia Dortmund mit jeweils 18 Punkten durch. Köln, Bielefeld, St. Pauli und Kiel dürfen dagegen nur noch zuschauen, was dem Wettbewerb sofort ein wenig mehr Ruhe verleiht.
 
Im Viertelfinale bekommt es Frankfurt nun mit Werder Bremen zu tun. Ein Duell, das nicht nach Glanz schreit, aber nach Substanz riecht. Bremen kommt mit 10,2 TK in die Runde, die Eintracht mit 11,5 TK – ein leichter Vorteil auf dem Papier, mehr nicht. Pokalrunden interessieren sich bekanntlich wenig für Papier.
 
Die weiteren Paarungen haben ebenfalls ihren Reiz: Leverkusen gegen Gladbach, Dortmund gegen Waldhof, Kickers gegen Bayern. Viel Großstadt, viel Anspruch, wenig Sicherheitsnetz.
 
Für Frankfurt gilt: Der Weg bis hierhin war ordentlich. Jetzt beginnt der Teil des Pokals, in dem niemand mehr für Fleiß gelobt wird. Gegen Bremen reicht kein sauberer Gruppenverlauf mehr. Ab jetzt zählt nur noch, wer nach zwei Spielen noch übrig ist.

274 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

Pokal ohne Netz und doppelten Boden

Saison 2026-1, ZAT 3, SamiNo für Eintracht Frankfurt am 13.02.2026, 21:06

Sechs Spieltage sind gespielt, und im DFB-Pokal hat sich das Feld sortiert – allerdings anders als viele erwartet hätten. Die Stuttgarter Kickers führen die Gruppe mit 15 Punkten souverän an. Fünf Siege, nur eine Niederlage, dazu ein Torverhältnis von 13:3. Nüchtern, effizient, fast unauffällig. Genau so gewinnt man Vorrunden.

Dahinter hat sich der VfL Bochum mit zehn Punkten in Stellung gebracht. Offensiv auffällig, defensiv nicht immer stabil, aber ausreichend konstant. St. Pauli und Leverkusen bewegen sich im Mittelfeld der Tabelle, beide mit acht beziehungsweise sieben Punkten – solide, aber ohne Dominanz. Für beide geht es im dritten ZAT darum, nicht ins Rechnen zu geraten.

Und Eintracht Frankfurt? Zwei Siege, vier Niederlagen, Platz fünf. Sechs Punkte, 7:9 Tore. Die 5:0-Antwort gegen Braunschweig wirkte wie ein Befreiungsschlag, doch die 0:4-Niederlage in Bochum und das 0:1 gegen die Kickers haben die Ausgangslage wieder verkompliziert. Es fehlt bislang die Balance zwischen Risiko und Kontrolle.

Im anstehenden dritten ZAT stehen für die Eintracht direkte Duelle mit St. Pauli, Leverkusen und Braunschweig an. Viel Spielraum bleibt nicht mehr. Wer hier Punkte liegen lässt, spielt schnell nur noch um die Statistik.

Der Pokal verzeiht keine langen Anläufe. Frankfurt weiß das – jetzt muss es die Gruppe auch spüren.

235 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

Pokalmodus an, Nebengeräusche aus

Saison 2026-1, ZAT 1, SamiNo für Eintracht Frankfurt am 31.01.2026, 10:52

Der DFB-Pokal meldet sich zurück, die Vorrunde beginnt und wie immer tut sie so, als sei alles noch offen. Sechs Mannschaften je Gruppe, alle bei null, alle mit exakt demselben Startkapital und der gleichen Hoffnung, diesmal schlauer zu sein als im Vorjahr. Theorie und Praxis werden sich wie gewohnt schnell voneinander trennen.

Eintracht Frankfurt geht ohne Pathos in diese Gruppe. Kein Pokalgeschrei, keine großen Ansagen. Die Erinnerung an vergangene Runden ist noch frisch genug, um zu wissen: In diesem Wettbewerb reicht ein schlechter Abend, um sich selbst zu erklären, warum man plötzlich rechnen muss. Genau deshalb liegt der Fokus auf Kontrolle und Geduld, nicht auf Symbolik.

Dass St. Pauli die Gruppe anführt, bevor ein Ball gespielt ist, passt ins Bild dieser Konstellation. Leverkusen bringt Routine mit, die Kickers Unberechenbarkeit, Bochum Widerstand, Braunschweig die Rolle des unbequemen Mitspielers. Niemand wird hier freiwillig Platz machen.

Der Spielplan ist dicht, die Paarungen wechseln schnell, Heim- und Auswärtsspiele verlieren früh ihre Bedeutung. Wer glaubt, den Pokal in der Vorrunde zu gewinnen, fliegt oft genau dort raus.

Frankfurt startet ohne große Worte. Im Pokal zählt nicht, wer spricht sondern wer am Ende noch dabei ist.

217 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

Hamburg bleibt titelfrei!

Saison 2025-3, ZAT 12, SamiNo für Eintracht Frankfurt am 29.11.2025, 16:55

Am nächsten Morgen sah JP aus, als hätte er die Reeperbahn eigenhändig zurück in die 2. Liga geschubst. Die Sonnenbrille war größer als sein Gesicht, der Kaffee stärker als mancher Pauli-Zweikampf. Er ließ sich im Frühstücksraum gegenüber von SamiNo in den Stuhl fallen.
„Mon coach“, murmelte er, „ich habe neue Informationen.“
SamiNo legte den Löffel ab. „Wenn die Informationen so riechen wie du, will ich sie vielleicht gar nicht hören.“
JP ignorierte die Spitze. „Recherche“, verkündete er und zog sein Handy hervor, als wäre es eine geheime Scouting-Mappe. „Ich habe nach unserem Tanz auf der Reeperbahn ein paar Leute getroffen. Leute, die Klein Suchti kennen. Und – Überraschung – er ist der beste Buddy von McLover.“
SamiNo blinzelte. Der Name traf ihn wie eine alte Gelbsperre. „McLover. Der Vogel, der mit Marseille im Coupe de France gegen uns rausgeflogen ist und danach so gejammert hat, als hätte man ihm die Playstation weggenommen.“
„Exactement“, nickte JP. „Der, der nach der Niederlage gegen AJ Auxerre gesungen hat wie ein kleines Mädchen im Regen und dann sogar Frankreich verlassen hat. Sie scheinen vom gleichen Schmied zu sein. Gleiche Frisur im Kopf. Klein Suchti wird bald auch jammern, wie unfair alles ist. Wundert sich keiner – das erklärt sein ganzes Auftreten.“
SamiNo lehnte sich zurück. „Das würde vieles erklären. Vor allem diese Texte.“
Als hätte das Schicksal auf Stichwort gewartet, ploppte eine neue Nachricht in der Mannschaftsgruppe auf. Einer der Spieler hatte wieder Torsuchtis neuesten Monolog aus dem Netz gefischt:
„Rache… Rache… Rache!!! [...]“
JP las laut vor, Stimme triefend vor Spott. Am Ende schnaubte er.
„Dass Klein Suchti in dieser Ausgangslage von Rache faselt“, sagte er trocken, „zeigt, wie hohl er ist. Er hat gerade fünf Stück gefressen, muss im Pokal gegen eine Mannschaft ran, die mehr Torkontingent hat und erzählt was von Flugzeug-Armada. Pauli wird gegen die Eintracht ausscheiden. Versprochen. Es sei denn, sie bekommen vorher noch einen Sonderpreis von der Umweltbehörde für überhöhten Sprayverbrauch.“
SamiNo grinste. „Vielleicht bewirbt er sich einfach als Kammerjäger und lässt das mit dem Trainer. Da muss man wenigstens keine Mikrowelle vorheizen.“
„Stimmt“, lachte JP, „Suchti ist so einer, der wirklich versucht, daheim die Mikrowelle vorzuheizen, damit das Würstchen sich nicht erschreckt.“
Beide brachen in Gelächter aus. Für einen Moment war alles leicht: Reeperbahn, Pokal, Augsburg, alles nur ein großer, schräger Film.
Dann wurde SamiNo ernst. „Also. Faktenlage: Durch unseren Sieg haben wir Pauli vom Thron geschubst. Augsburg ist Tabellenführer. Nächster ZAT: wir gegen Augsburg. Dazu Pokalhalbfinale hier in Hamburg gegen Pauli. Wir halten einiges in der Hand.“
JP nickte. „Wenn du gegen Augsburg verlierst, machst du Wasserlasser den Weg zum Titel frei. Wenn du im Pokal Pauli rausschmeißt, bleibt Klein Suchti titelfrei. Und seine Idee, die Saison frühzeitig zu beenden, kannst du endgültig beerdigen.“
„Klein Suchtis Wunsch nach der vorzeitig eingefrorenen Saison ist sowieso Geschichte“, sagte SamiNo. „Jetzt muss er die komplette Distanz laufen und wir stehen mit einem Eimer voll Stolpersteine daneben.“
„Aber“, hakte JP nach, „was machst du wirklich? Lässt du Augsburg gewinnen, um Pauli in der Liga zu sabotieren? Oder gehst du auf alles, überall?“
SamiNo überlegte. „Ich spiele für Eintracht Frankfurt. Wir sind keine Statisten im Kopfkino von St. Pauli. Wenn wir gewinnen können, gewinnen wir. Wenn wir stolpern, dann, weil wir müde, dumm oder unkonzentriert sind und nicht, weil ich irgendeiner Würstchen-Phantasie von Klein Suchti diene.“
Er nahm einen Schluck Kaffee. „Aber natürlich weiß ich: Egal wie wir gegen Augsburg spielen, für Pauli ist es ein Risiko. Entweder wir nehmen Augsburg Punkte ab und halten das Titelrennen offen. Oder wir machen Augsburg groß und schieben Pauli tiefer ins Regal. Am Ende ist klar: St. Pauli holt keinen Titel. Eintracht und SamiNo sei Dank.“
„In Frankreich“, setzte JP an, „sagen wir: ‚Wer mit Flöhen pokert, verliert immer seine Nerven.‘“
„Das sagt ihr ganz sicher nicht.“
„Ab heute schon.“ Er grinste. 
SamiNo stand auf, streckte sich. „Gut, Professor Reeperbahn. Heute gibt es kein Tanzen auf Tischen. Heute ist Videoanalyse. Augsburg ist kein Würstchenstand, Wasserlasser ist kein Clown. Und Klein Suchti…“
„…ist ein Statist im falschen Film“, ergänzte JP. „Und bald ein weiterer Freund von McLover im großen Klub der ‚Es war alles so unfair‘-Jammerer.“
„Genau“, sagte SamiNo. „Sie können gerne gemeinsam eine Selbsthilfegruppe gründen: ‚Trainer gegen Ergebnisgewalt‘.“
Als sie später zum Mannschaftsbus gingen, wehte eine Möwe über dem Parkplatz, kreischte kurz und flog Richtung Hafen davon. JP sah ihr nach.
„Siehst du“, sagte er, „selbst die Möwen fliehen vor dem Flohspektakel.“
SamiNo schüttelte den Kopf, konnte sich ein Lächeln aber nicht verkneifen. Vor ihnen lag Augsburg, davor noch das nächste Trainingsspiel und irgendwo in Hamburg saß Klein Suchti sicher schon wieder über einer neuen Rache-Fantasie.
Nur eines stand fest: Die Saison würde nicht vorzeitig enden. Nicht für ihn, nicht für Pauli. Und wenn am Ende wirklich „Fliehende Flöhe flohen aus Frankfurt“ auf einem Titelblatt stehen sollte, dann vermutlich nur, weil JP wieder auf einem Tisch in Pauli stand und der Floh ausgerechnet dort am höchsten sprang.

944 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

Mission Flohmarkt

Saison 2025-3, ZAT 11, SamiNo für Eintracht Frankfurt am 21.11.2025, 12:39

… Der Peugeot rollte vom Flughafenparkplatz, während Frankfurt in grauen Blöcken vorbeizog. Die Scheiben beschlugen, SamiNo wischte mit dem Ärmel und lenkte auf die Autobahn. Im Kopf längst schon auf dem Rasen.

„Bevor du nur von Thailand erzählst: lies das.“ Er warf JP den Kicker auf den Schoß. Der setzte eine Brille auf und begann laut zu lesen. Er stolperte über Umlaute, erfand Betonungen, aber die Botschaft war klar.
„‚Hamburg bleibt schädlingsfrei‘… ‚Kaiser Torsuchtihito‘… ‚SamiNo, der Floh‘… Kammerjäger… Würstchen…“ Er schnaubte und klappte das Heft zu.
SamiNo wartete auf den Ausbruch. Stattdessen legte JP den Kopf schief. „Schon wieder einer mit Kaiser-Komplex.“
„Schon wieder?“ fragte SamiNo.
„Mais oui. Terrormopp in Auxerre hat dich Mini-Napoléon genannt und am Ende standen deine Pokale im Schrank und seine Ausreden in der Zeitung.“ JP tippte auf den Kicker. „Jetzt also Kaiser Torsuchtihito. Sich selbst Kaiser nennen ist gefährlich. In Frankreich sagen wir: ‚Wer sich Krone aufsetzt, braucht starken Hals.‘“
SamiNo lachte. „Das hast du dir gerade ausgedacht.“
„Natürlich. Aber es klingt wahr.“

„Er nennt mich Floh“, meinte SamiNo. „Ich analysiere angeblich seine Spiele und rede seinen Erfolg klein.“
„Floh ist gut“, sagte JP. „Ohne Floh ist er nur ein Trainer mit Wurstfetisch. Mit Floh kann er sich wichtig fühlen.“

Draußen wurde die Stadt kleiner, mehr Wohnhäuser, weniger Glas. Der Riederwald kam näher.
„Er hat 45 Punkte“, sagte SamiNo. „Wir 36. Er tut so, als könne man die Liga abbrechen und die Meisterschale einpacken. Sollen sie reden. Wir haben sie 5:0 geputzt. Erste Saison in Deutschland, sechster Platz... das ist Aufbauarbeit. Mit Option auf Ärger.“
„Also, Plan fürs Wochenende: morgen Bayern bei uns, dann auswärts bei klein Suchti, dann die Kickers. Drei Spiele, ein ZAT.“
„Drei Spiele, trois décisions“, sagte JP. „Gehst du all-in oder sparst du Kräfte? Du kannst nicht überall Vollgas geben.“
SamiNo zuckte mit den Schultern. „Ich bin nicht nach Deutschland gekommen, um mich zu verstecken. Bayern daheim, St. Pauli auswärts. Genau die Spiele, an denen man sieht, ob man oben mitspielt.“
„Ja, aber du willst am letzten ZAT noch atmen“, entgegnete JP. „Wenn du jetzt in Hamburg alles reinwirfst, fehlt dir später vielleicht der Funken.“
„Gegen Bayern“, sagte SamiNo, „spielen wir wie Frankfurt: mutig, aber nicht dämlich. Zu Hause können wir jeden schlagen, aber wir müssen nicht als Helden sterben, nur damit klein Suchti eine neue Kolumne schreiben kann.“
„Und bei le petit Suchti?“ fragte JP. „Dort kannst du ihm direkt ins Gesicht springen. Wenn du ihn im eigenen Stadion erwischst, rutscht ihm die Kaiserkrone. Seine Würstchen-Sprüche klingen anders, wenn der Floh vorher drübergetanzt ist.“
SamiNo grinste. „Klar will ich ihn ärgern. Aber Risiko nur, wenn es uns wirklich weiterbringt. Nicht, um auf sein Zirkusniveau runterzugehen.“
JP nickte. „In Frankreich sagen wir: ‚Wer sein Feuerwerk zu früh zündet, sitzt an Silvester im Dunkeln.‘“
„Das sagt ihr garantiert nicht.“
„Ab heute schon. Option eins: Kraft sparen, clever, Marathon. Option zwei: in Hamburg brennen, Statement setzen, auch wenn’s weh tut. Beides hat seinen Preis.“
„Vielleicht entscheidet die Mannschaft“, meinte SamiNo. „Wenn ich im Abschlusstraining sehe, dass sie Risiko schreien, gehen wir hoch. Wenn sie nach Marathon aussehen, nehmen wir St. Pauli mit deutscher Kälte und französischem Spott.“
JP grinste. „Unberechenbar mit Plan. Das mag ich. In Thailand gab es viele Trainer mit großer Show und kleinem... ehm kleiner Tabelle...? Du bist anders. Deutsche Ruhe mit französischer Ironie.“
SamiNo tippte auf den Kicker. „Er schreibt noch was von Kammerjäger, der mich aus dem Millerntor sprüht.“
„Dann sprüh zurück“, sagte JP. „Schreib über dein Taktikboard: ‚Mission Hamburg: Flohmarkt.‘“

Der Peugeot bog auf den Parkplatz ein. Ein paar Fans standen am Zaun. SamiNo stellte den Motor ab. Sie saßen einen Moment still.
„Bereit?“ fragte er.
„Mon coach“, sagte JP, „ich war in Auxerre, ich war in Bangkok, ich habe Viererkette mit Ladyboys organisiert. Ich bin bereit. Egal, ob du den Kaiser sanft kochst oder scharf anbrätst.“
SamiNo stieg aus, atmete die kalte Luft ein. „Den Rest“, sagte er, „klären wir heute mit dem Platz.“
Sie gingen zum Trainingsgelände hinüber. Wie viel Risiko diese Eintracht wirklich in sich trug, würde nicht im Auto entschieden werden, sondern morgen. Auf Rasen, nicht im Kicker.

801 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

Frankfurt kämpft sich zurück ins Licht

Saison 2025-3, ZAT 3, SamiNo für Eintracht Frankfurt am 25.10.2025, 15:17

Der zweite ZAT im DFB-Pokal ist gespielt und die Gruppe 1 bleibt ein Hexenkessel voller kleiner Geschichten. St. Pauli grüßt weiter von oben, Eintracht Frankfurt hat sich auf Platz zwei vorgearbeitet. Ein Szenario, das Spannung verspricht. Die Eintracht lebt wieder, die Tabelle wankt, und irgendwo zwischen Selbstvertrauen und Größenwahn meldet sich der selbsternannte Grillmeister aus Hamburg zurück.

„Wir holen uns den DFB-Pokal!“, schrieb Torsuchti in gewohnter Lautstärke. 12 Punkte, eine stolze Bilanz – keine Frage. Aber wer so früh vom Pokal redet, hat offenbar vergessen, dass dieser Wettbewerb keine Bühne für Durchmarschierer ist. Drei Auswärtsspiele stehen für St. Pauli an, und der Tonfall klingt, als hätte jemand den Sekt schon vorgekühlt. Frankfurt hört das mit einem müden Lächeln.
SamiNo kommentiert öffentlich nichts, intern aber wohl schon: „Wenn jemand sieben Tore schießen will, soll er’s versuchen...“
Der 4:0-Erfolg über Holstein Kiel und die konzentrierte Vorstellung gegen Bielefeld zeigen, dass die Eintracht wieder Struktur gefunden hat. Der Ausrutscher in Dresden war ärgerlich, aber kein Rückfall. Mit neun Punkten ist Frankfurt voll im Renne. Und mit St. Pauli steht das Duell um die Gruppenführung kurz bevor.

Frankfurt reist also leise, aber nicht kleinlaut. Während in Hamburg schon vom Gold die Rede ist, bleibt man am Main beim Schmieden – ohne Glanz, aber mit Griff. Der DFB-Pokal ist kein Ort für Überschriften, sondern für Timing. Und das hat Frankfurt zuletzt zurückgefunden. Ob es für St. Pauli diesmal reicht, „sieben Tore“ zu schießen, wird sich zeigen. Vielleicht aber erleben wir das alte Pokalgesetz aufs Neue: Laut brüllen hilft nicht, wenn der Gegner lieber trifft.

297 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

Die Eintracht am stolpern?

Saison 2025-3, ZAT 2, SamiNo für Eintracht Frankfurt am 16.10.2025, 23:44

Der DFB-Pokal hat wieder seine typische Dynamik entfaltet: unberechenbar, taktisch zäh, mit Ergebnissen, die auf dem Papier harmlos aussehen, aber in den Kabinen nachhallen. Nach drei Spieltagen in der Gruppenphase steht Eintracht Frankfurt auf Platz fünf in Gruppe 1, drei Punkte, drei Tore Rückstand auf die Spitze, aber noch im Rennen. Ein Start, der weniger nach Krise klingt als nach einem Satz mit Komma: Es geht weiter.

Was bleibt vom ersten ZAT? Zunächst Ernüchterung – das 0:1 in Kiel war ein klassischer Fehlstart. Frankfurt agierte kontrolliert, fast vorsichtig und fand gegen die stabile Defensive der Nordlichter kein Mittel. Der knappe 1:0-Erfolg über Borussia Dortmund im zweiten Spiel war dagegen ein kleiner Befreiungsschlag: diszipliniert, konzentriert, mit einem Hauch Effizienz. Doch kaum war die Balance zurück, folgte das 0:3 gegen St. Pauli, das wieder zeigte, wie dünn die Luft im Pokal wird, wenn man sich zu sehr auf die Ordnung verlässt.
Die Tabelle sortiert sich erwartungsgemäß: Bielefeld mit drei Siegen souverän an der Spitze, gefolgt von St. Pauli und Kiel, die sich mit je sechs Punkten als ernsthafte Favoriten für das Weiterkommen abzeichnen. Frankfurt bleibt in Schlagdistanz, aber nur, wenn im kommenden ZAT mehr als Verwaltungsfußball kommt.

Am nächsten Spieltag warten Bielefeld und Kiel – zwei Gegner mit völlig unterschiedlicher Energie. Die Arminia spielt wie ein Uhrwerk, Kiel kämpft wie die Eintracht ums Überleben. Für Frankfurt ist das die Chance, sich wieder in die Spur zu schieben. Trainer SamiNo hält sich wie gewohnt bedeckt, redet von „Ruhe bewahren“ und „Schärfe in den Momenten“. Es klingt unspektakulär, aber vielleicht ist genau das die Taktik, die in diesem Wettbewerb weiterführt: Weniger reden, mehr überstehen.

302 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

SGE startet in Gruppe 1

Saison 2025-3, ZAT 1, SamiNo für Eintracht Frankfurt am 11.10.2025, 08:37

Es ist wieder soweit: Der DFB-Pokal startet in seine Vorrunde und wie immer riecht es nach frisch gemähtem Rasen, übermotivierten Außenseitern und Trainern, die schon am ersten Abend mehr über Formationen reden als über Schlaf. Die neue Struktur mit drei Sechsergruppen lässt Erinnerungen an alte Europapokalzeiten aufkommen – Reisen, Taktik, und die leise Hoffnung, dass ein Sieg mehr als nur drei Punkte bedeutet.

In Gruppe 1 mischen gleich sechs Namen mit, die unterschiedlicher kaum sein könnten: St. Pauli, Eintracht Frankfurt, Arminia Bielefeld, Borussia Dortmund, Holstein Kiel und Dynamo Dresden. Alle starten bei Null Punkten, alle mit 18 TK – ein Gleichgewicht, das nur so lange hält, bis die ersten Freistöße ihren Weg ins Netz finden.
Für Frankfurt geht’s zum Auftakt nach Kiel, wo man bereits in der Liga schmerzlich Bekanntschaft mit norddeutscher Effizienz machte. Danach folgt das Heimspiel gegen Dortmund, ehe der dritte Akt gleich zum Wiedersehen mit St. Pauli führt – jenen Hamburgern, die vor Saisonbeginn in der Liga noch großspurig versprachen, „den Frankfurter Würstchen Beine zu machen“. SamiNo dürfte also keine Motivationsprobleme haben.
Parallel dazu treten in Gruppe 2 die Schwergewichte aus München, Bremen, Augsburg, Bochum, Stuttgart und Schalke gegeneinander an Ein Sammelbecken aus Selbstverständnis und Nervosität. Gruppe 3 wirkt dagegen wie die Bühne der Unterschätzten: Köln, Leverkusen, Freiburg, Hamburg, Kaiserslautern und die Stuttgarter Kickers werden ihre Punkte wohl weniger mit Taktik als mit Temperament holen.

Vor dem ersten ZAT herrscht also das übliche Pokalgefühl zwischen Erwartung und Aberglaube. Die Eintracht startet ohne große Worte, aber mit klarer Agenda: bloß nicht verschlafen, was nach Pokal aussieht. Denn wer im Oktober Punkte lässt, schaut im Dezember zu. Und das wäre, gerade in Frankfurt, das Einzige, was wirklich keiner braucht.

313 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)

Mit Respekt gegen Leverkusen

Saison 2019-3, ZAT 8, F. Funkel für Eintracht Frankfurt am 01.12.2019, 19:24

In Frankfurt reibt man sich verwundert die Auge, denn unter dem aktuellen Trainer war ein Platz im DFB Pokal Halbfinale eigentlich unmöglich. Mit F. Funkel hat man zwar einen Trainer der relativ regelmäßig die Gruppenphase übersteht, aber spätestens im Virtelfinale ist eigentlich immer schluss.
Nachdem man im Achtenfinale den VfB Stuttgart aus dem Pokal geworfen hat, hat man im Virtelfinale auch die Kickers aus Stuttgart eliminiert - immerhin Tabellenführer der 2. Liga. Nach einer 1:5 Auswärtsniederlage erkämpften die Adler im Waldstodion ein 5:1 und somit eine Verlängerung. Ohne weitere Tore ging es ins Elfmeterschießen und hier war das Glück bei den Hessen. Mit 5:4 gewonnen und somit ab ins Halbfinale gegen Bayer 04 Leverkusen die RB Leipzig bezwangen.
Mit Leverksen wartet ein weiterer Zweitligist und auch wenn Frakfurt der Favorit ist, wir alle kennen den den Pokal.

140 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert)
« Vorherige123456Nächste »