Kicker
In der Liga-Zeitung berichten Trainer über Aufstieg und Niedergang ihres Vereins und verdienen sich so pro ZAT ab 80 Worten 0,3 Punkte TK-Bonus. Ab 120 Worten sogar 0,4!
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Das war zu wenig
| ZAT 3, Christian für SV Werder Bremen am 01.02.2026, 09:38 | |
Der zweite ZAT im Torrausch verlief für den SV Werder Bremen insgesamt wechselhaft und zeigte deutlich, wie eng und anspruchsvoll die Liga in dieser Saison ist. Bereits am 4. Spieltag musste Werder auswärts beim FC Augsburg antreten. In einer umkämpften Partie reichte den Fuggerstädtern ein Treffer zum knappen 1:0-Erfolg. Bremen hielt lange gut dagegen, konnte sich offensiv jedoch nicht entscheidend durchsetzen und blieb ohne Torerfolg.
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| 295 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert) | |
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| ZAT 2, SamiNo für Eintracht Frankfurt am 31.01.2026, 10:38 | |
SamiNo war klein, bevor er groß wurde. Nicht „klein“ im romantischen Sinn, sondern klein im ganz praktischen Sinne: kurze Beine, zu große Schultasche, und dieser Blick, der schon damals wirkte, als hätte er gerade einen Spielzug gesehen, den sonst niemand versteht. Es war ein Dienstag, irgendwann in einem WM-Sommer vor vielen Jahrzehnten. In der Schule war WM nicht nur Sport, WM war Währung. Auf dem Pausenhof wurde nicht gespielt, da wurde gehandelt. Panini-Sticker waren keine Bildchen, sie waren Diplomatie. Der Tauschkreis war streng organisiert: Ein Doppelter durfte nur gegen einen Seltenen, ein Glitzernder nur gegen zwei Normale plus einen, der „noch ganz gut aussieht“. Und dann gab es die heiligen Karten: die, die keiner hatte. Die, die angeblich existierten. Die, über die Erwachsene später behaupten würden: „Hab ich damals natürlich gehabt, hab ich nur verloren.“ Klar. SamiNo hatte ein Album, das nach Klebstoff roch und nach Ehrgeiz. Er klebte ordentlich. Nicht, weil er brav war, sondern weil er wusste: Ordnung ist ein Vorteil, wenn Chaos regiert. In seiner Klasse gab es einen Jungen, nennen wir ihn Pascal, weil jeder Jahrgang so einen Pascal hatte. Pascal war kein schlechter Mensch. Er war einfach früh überzeugt, dass die Welt ihm schulde, was er gerade möchte. Er trug das Album wie eine Trophäe, obwohl es ihm gar nicht gehörte... es gehörte eigentlich dem Plan, den er lautstark verkündete. „Ich hol mir das komplette Album, bevor die Gruppenphase vorbei ist“, sagte Pascal und grinste. Das war seine Art von Pressearbeit. SamiNo schwieg. Er schwieg oft. Nicht aus Schüchternheit, sondern aus Misstrauen gegenüber Leuten, die zu viel ankündigen. Er hatte ein Ziel: eine bestimmte Karte. Nicht irgendeine. Die Karte, die alle wollten: der Kapitän einer Mannschaft, die in jener WM plötzlich wichtig wurde, obwohl vorher niemand sie auf dem Zettel hatte. Ein Sticker, der auf dem Schulhof nur „Der Kapitän“ hieß. Alle wussten, welcher gemeint war. Keiner sagte den Namen, weil das den Preis erhöht hätte. SamiNo hatte zwei Dinge: Geduld und einen doppelten Torwart, den Pascal unbedingt brauchte. Pascal hatte den Kapitän. Offiziell natürlich nicht. Aber jeder wusste es. Pascal war wie ein Kaugummi unter dem Tisch: Man sieht ihn nicht immer, aber er klebt an allem. In der großen Pause kam es zur Verhandlung. Pascal lehnte sich an den Zaun wie ein Manager, der sein erstes Interview gibt. „Was gibst du?“ SamiNo hielt den doppelten Torwart hoch. Pascal lachte. „Torwart ist langweilig. Torwart ist wie Mathe.“ „Mathe gewinnt Prüfungen“, sagte SamiNo. Pascal blinzelte. Er verstand den Satz, aber er mochte ihn nicht. SamiNo setzte nach, ohne lauter zu werden: „Torwart ist selten. Alle brauchen ihn am Ende. Auch wenn sie vorher so tun, als nicht.“ Pascal tat so, als müsste er nachdenken. Das war seine Spezialität. Er spielte gern Zeit. Er spielte gern wichtig. Er spielte gern sich selbst. „Okay“, sagte Pascal schließlich. „Aber du kriegst den Kapitän nicht.“ „Dann brauche ich dich nicht“, sagte SamiNo und drehte sich um. Das war der Moment, der sich bei ihm festsetzte. Nicht der Kapitän. Sondern das Prinzip: Wer zu früh von Sicherheit spricht, versucht meistens nur, Unsicherheit zu verstecken. Und wer an einem Tisch sitzt, an dem ständig geredet wird, sollte lernen, wie man aufsteht. Pascal rief ihm hinterher: „Wohin gehst du?“ SamiNo antwortete ohne sich umzudrehen: „Dahin, wo man nicht schreit, was man hat.“ Später, in der letzten Stunde, stand plötzlich ein Sticker auf SamiNos Tisch. Der Kapitän. Keine Notiz, kein Deal, kein Applaus. Nur das Bild. Sauber. Unbenutzt. Fast respektvoll hingelegt. SamiNo schaute kurz nach links, nach rechts. Niemand schaute zurück. Pascal tat so, als wäre er ganz vertieft in sein Heft. Ein bisschen zu vertieft. SamiNo klebte den Sticker ein. Langsam. Genau. Und er verstand etwas, das ihn nie wieder verließ: Manchmal gewinnt man nicht durch den Handel, sondern dadurch, dass man ihn ablehnt. „Chef.“ Der Stuhl neben ihm knarzte. Die Erinnerung zerfiel wie ein schlecht geklebter Sticker. SamiNo war nicht mehr auf dem Pausenhof, sondern in der Kantine der Eintracht. Neonlicht. Tabletts. Kartoffeln, die aussehen wie Kartoffeln, und Hähnchen, das so tut, als wäre es freiwillig hier. Jean-Pierre hatte sich gesetzt, als wäre das sein Platz. Jean-Pierre setzte sich immer, als wäre alles sein Platz. „Chef, ich habe ein System für uns“, sagte JP und tunkte Brot in etwas, das entweder Suppe oder Philosophie war. SamiNo nickte. Das war die sicherste Reaktion. „Ein System gegen St. Pauli“, fuhr JP fort, „weil wir spielen gegen St. Pauli. Und St. Pauli ist…“ „Ein Gegner“, sagte SamiNo. „Nein, Chef, St. Pauli ist ein Geräusch. Immer Geräusch. Wenn sie gewinnen, Geräusch. Wenn sie verlieren, Geräusch. Wenn sie nichts schreiben, auch Geräusch, aber dann im Kopf. Es ist gefährlich.“ SamiNo aß langsam. Er hatte gelernt, JP nicht zu schnell zu stoppen. JP war wie ein Zug ohne Fahrplan: Wenn man ihn anhält, steht er mitten auf der Strecke. JP beugte sich vor, flüsterte: „Ich habe die Tabelle gesehen. Bremen oben. Stuttgart auch. Und wir sind…“ „Im Mittelfeld“, sagte SamiNo. JP hob die Augenbrauen. „Nein, Chef, wir sind im Zustand.“ „In welchem Zustand?“ „In einem Zustand, wo man nicht weiß, ob man gut ist oder ob die anderen nur schlecht sind. Das ist ein sehr deutscher Zustand.“ SamiNo musste kurz lächeln. Nicht, weil es lustig war, sondern weil es so klang, als hätte JP aus Versehen etwas Wahres gesagt. „Und was ist dein System?“ fragte SamiNo. JP zog ein zusammengefaltetes Blatt aus seiner Tasche. Darauf waren Pfeile, Kästchen, Zahlen, eine kleine Skizze von einem Schwein, und das Wort „RUHE“ dreimal unterstrichen. „Wir machen das Gegenteil von dem, was sie erwarten“, sagte JP. „Was erwarten sie?“ JP zuckte mit den Schultern. „Keine Ahnung. Aber wir machen das Gegenteil.“ „Und wenn sie nichts erwarten?“ JP strahlte. „Dann haben wir gewonnen, Chef, weil sie verwirrt sind.“ SamiNo legte die Gabel ab. „JP, ich will nicht, dass sie unsere Taktik erkennen.“ JP nickte so heftig, dass sein Wasser beinahe umfiel. „Natürlich nicht. Deswegen schreibe ich auch alles hier auf.“ SamiNo starrte das Blatt an. „Warum?“ JP flüsterte: „Damit wir es nicht vergessen.“ „Und wenn es jemand findet?“ JP nahm einen Bissen Brot. „Dann ist er auch verwirrt.“ In diesem Moment stand der Koch hinter ihnen und stellte ein Dessert hin. Es sah aus wie Pudding, roch aber nach Überraschung. „Für Monsieur Jean-Pierre“, sagte der Koch. JP nickte stolz. „Sie kennen mich.“ Der Koch grinste kurz und ging weiter. SamiNo schaute auf den Pudding. Dann auf JP. „Warum bekommst du Dessert?“ JP löffelte einmal, schmatzte, verzog das Gesicht. „Das ist kein Pudding. Das ist…“ Er las das kleine Schildchen. „Panini.“ SamiNo blinzelte. „Panini?“ JP nickte ernst. „Ja, Chef. Saisonaktion. In jedem Dessert ist ein Sticker.“ SamiNo starrte ihn an. „Ein Sticker?“ JP griff mit dem Löffel tiefer, zog etwas heraus und hielt es hoch: eine kleine, eingeschweißte Karte. „Chef“, sagte JP feierlich, „ich habe den Kapitän gezogen.“ SamiNo nahm die Karte. Er drehte sie um. Es war kein Spieler. Kein Trainer. Kein Gesicht. Nur ein leeres Feld. Weiß. Und darunter in kleiner Schrift: „Platzhalter – wird später bestimmt.“ JP runzelte die Stirn. „Kaputt?“ SamiNo schüttelte langsam den Kopf. „Nein.“ Er legte die Karte auf den Tisch, genau zwischen Salzstreuer und Senfglas. „Das ist die wichtigste Karte“, sagte er. „Warum?“ fragte JP. SamiNo stand auf. „Weil sie allen zeigt, dass sie glauben, sie wüssten schon, wer wichtig wird.“ JP schaute der Karte hinterher, dann dem Rücken seines Trainers. „Chef?“ „Ja?“ „Und wer wird es?“ SamiNo blieb kurz stehen. „Das entscheiden wir erst nach dem Spiel gegen St. Pauli.“ JP nickte. Nachdenklich. Dann nahm er den Sticker, klebte ihn nicht ein, sondern steckte ihn in seine Jackentasche. „Gut“, murmelte er, „dann bleibt er erstmal frei.“ Und genau in diesem Moment verstand niemand in der Kantine - nicht der Koch, nicht JP, nicht einmal SamiNo selbst – ob das jetzt ein Plan war oder einfach nur der Anfang von etwas, das man später erklären würde.
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| 1634 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert) | |
Gelungener Start für die Schwaben
| ZAT 2, Florian Kraus für VfB Stuttgart am 30.01.2026, 09:40 | |
Der VfB Stuttgart ist mit einem gelungenen ersten ZAT in die neue Saison gestartet. Unter Trainer Florian Kraus holten die Schwaben aus zwei Partien sechs Punkte und setzten damit früh ein sportliches Ausrufezeichen, auch wenn es aufgrund des Torverhältnisses zunächst noch nicht für die Tabellenführung reicht.
Zum Auftakt stand für den VfB gleich eine echte Standortbestimmung an. Auswärts ging es zum amtierenden Meister FC Augsburg, der als einer der Topfavoriten in die Saison gestartet war. Stuttgart zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und präsentierte sich von Beginn an gut organisiert, zielstrebig und effizient. Die Gäste nutzten ihre Chancen konsequent und erspielten sich im Laufe der Partie klare Vorteile. Am Ende stand ein verdienter 4:1-Auswärtserfolg, der sowohl in der Höhe als auch in der Spielkontrolle überzeugte.
Im anschließenden Heimspiel tat sich der VfB deutlich schwerer. Der Gegner agierte kompakt, ließ nur wenige Räume zu und verlangte den Stuttgartern viel Geduld ab. In einer insgesamt chancenärmeren Begegnung war vor allem defensive Stabilität gefragt. Stuttgart blieb konzentriert, arbeitete geschlossen gegen den Ball und belohnte sich schließlich mit einem knappen, aber nicht unverdienten 1:0-Heimsieg. Es war ein typischer Arbeitssieg, der weniger durch spielerische Highlights, dafür durch Einsatz und Disziplin geprägt war.
Mit zwei Siegen aus zwei Spielen fällt der Saisonstart für den VfB Stuttgart insgesamt zufriedenstellend aus. Die Mannschaft zeigte bereits eine gute Grundordnung und ein hohes Maß an Effizienz, auch wenn in einzelnen Bereichen noch Entwicklungspotenzial erkennbar ist. Trainer Florian Kraus und sein Team können auf diesem Auftakt aufbauen und gehen mit Rückenwind in die kommenden ZATs.
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| 397 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert) | |
Solides Debüt für Ben
| ZAT 2, Ben für Eintracht Braunschweig am 27.01.2026, 13:33 | |
Für den Aufsteiger Eintracht Braunschweig verlief der Saisonstart in der Bundesliga positiv. Die Auftaktpartie im Waldstadion der Eintracht Frankfurt verlor die Mannschaft von Neu-Trainer Ben zwar deutlich mit 3:0, die Heimspiel-Premiere gegen den FC St. Pauli verlief jedoch genau nach Maß. Der 3:0-Erfolg gegen die von Bens Landsmann Torsuchti trainierten Kiez-Kicker erfreut den Luxemburger sehr: "Ich bin glücklich, dass wir unseren Fans eine hervorragende Leistung und ein schönes Ergebnis liefern konnten."
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| 134 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert) | |
Spitzenreiter
| ZAT 2, Christian für SV Werder Bremen am 26.01.2026, 04:58 | |
Der erste ZAT der neuen Torrausch-Saison ist Geschichte – und aus Bremer Sicht hätte der Auftakt kaum besser laufen können. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen, ohne ein einziges Gegentor, setzt der SV Werder Bremen direkt ein klares Ausrufezeichen und meldet sich früh als ernstzunehmender Faktor im Titelrennen an. Zum Auftakt ging es auswärts an die Castroper Straße zum VfL Bochum. In einer Partie, die auf dem Papier enger hätte werden können, präsentierte sich Werder jedoch hochkonzentriert und eiskalt. Drei Treffer, saubere Defensivarbeit und ein verdienter 3:0-Auswärtssieg sorgten für einen perfekten Start. Bochum fand über 90 Minuten kein Mittel gegen die gut organisierte Bremer Mannschaft, die ihre Chancen effizient nutzte und keinerlei Zweifel aufkommen ließ. Am zweiten Spieltag folgte das erste Heimspiel gegen den ambitionierten 1. FC Köln. Auch hier blieb Werder seiner Linie treu: geduldig, kontrolliert und defensiv stabil. Zwar war die Partie lange umkämpft, doch mit zunehmender Spielzeit setzte sich die höhere Qualität durch. Zwei Tore entschieden das Spiel, erneut stand hinten die Null – 2:0, sechs Punkte, 5:0 Tore. Ein Start nach Maß. Währenddessen sorgten andere Ergebnisse ligaweit für erste Überraschungen: Borussia Dortmund deklassierte am zweiten Spieltag den FC Bayern mit 4:0, Leverkusen rehabilitierte sich nach der Auftaktpleite, und Stuttgart zeigte ebenfalls Konstanz. Doch Werder bleibt unaufgeregt – genau diese Ruhe scheint aktuell die größte Stärke zu sein. Mit diesem perfekten 1. ZAT verschafft sich Bremen nicht nur eine hervorragende Ausgangslage, sondern auch Respekt bei der Konkurrenz. Der Blick richtet sich nun auf den kommenden ZAT, an dem auswärts in Augsburg und Kiel und zuhause gegen Mönchengladbach anspruchsvolle Aufgaben warten. Wenn Werder die gezeigte Stabilität konservieren kann, darf man an der Weser von einer langen, erfolgreichen Saison träumen. |
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| 306 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert) | |
Fehlstart des Meisters: FC Augsburg unter Druck
| ZAT 2, Wasserlasser für FC Augsburg am 25.01.2026, 20:56 | |
Zwei Spieltage sind gespielt, und doch wirkt die Tabelle bereits wie ein kleiner Schockmoment – zumindest aus Sicht des amtierenden Meisters. FC Augsburg findet sich nach dem Auftakt der neuen Saison auf dem letzten Tabellenplatz wieder. Zwei Spiele, zwei Niederlagen, 1:8 Tore – ein Start, der so gar nicht zu den großen Ambitionen passt, mit denen der Titelverteidiger in die Spielzeit gegangen ist.
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| 405 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert) | |
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| ZAT 1, SamiNo für Eintracht Frankfurt am 24.01.2026, 13:45 | |
Saison 2025-3 ist Geschichte. Sie liegt jetzt da, fein säuberlich abgeheftet zwischen „DFB-Pokalfinale verloren“ und „Tabellenplatz fünf... ordentlich, aber keiner stellt dir dafür einen Pokal ins Wohnzimmer“. Eintracht Frankfurt startet in die Saison 2026-1 ohne internationales Reiseziel, ohne Donnerstagsflüge, ohne das Geräusch von Rollkoffern im Morgengrauen. SamiNo nennt das „Fokus“. Jean-Pierre nennt es „viel zu viel Freizeit“. JP hatte diese Freizeit genutzt. Wie immer auf seine Art. Während andere Co-Trainer PowerPoint-Folien sortierten, checkte er ein in Pattaya, angeblich „zur mentalen Entlastung“ im Reich seiner "Lady's", er er sie immer nannte. Mit dabei: der Topstürmer der Eintracht, offiziell zur Teambildung, inoffiziell zur praktischen Demonstration dessen, was JP „Abschlussstärke“ nennt. „Man muss lernen, richtig einzulochen“, erklärte JP am Strand, während er mit einem Cocktail hantierte und die Bikini's betrachtete, dessen Farbe (also die der Cocktails; Anm. d. Red.) nichts mit natürlichen Lebensmitteln zu tun hatte. Der Stürmer nickte. Ob aus Überzeugung oder Verwirrung, ließ sich später nicht mehr klären. Alleine verließen JP und der Goalgetter nur selten den Strand. Es wurde viel geübt und auch viel verstanden. Und noch mehr missverstanden. Zurück in Frankfurt sprach man nicht darüber. Man sprach ohnehin wenig. SamiNo hatte früh klargemacht: keine Nachbetrachtung, keine Ausreden, kein Pathos. DFB-Pokal-Finalist klingt gut, Platz fünf liest sich solide, aber beides bringt dir in der neuen Saison keinen Punkt. JP sah das anders. JP sah vieles anders. Pünktlich zum inoffiziellen Alpen Cup war der Kader wieder vollständig. Deutschland, Schweiz, Österreich... es roch nach Höhenluft, Testspielen und diesen Pokalen, die aussehen wie Werbegeschenke von Sparkassen. Frankfurt spielte ordentlich, beweglich, wach. Halbfinale erreicht. „Siehst du“, sagte JP, „die Berge machen uns hart.“ „Oder die Gegner sind höflich“, antwortete SamiNo. JP notierte sich beides. Vermutlich gleichzeitig. Während SamiNo sich weigerte, ein Saisonziel auszusprechen, hatte JP längst eine Liste. Punkt eins: Kiez einnehmen. Punkt zwei: Hamburg bleibt titelfrei. Punkt drei: Der Floh frisst die Zecken. SamiNo fragte nicht nach... Er hatte gelernt. Der Alltag vor dem ersten ZAT verlief ruhig. Zu ruhig. Training, Analyse, Training. Kein internationales Videostudium, keine englischen Untertitel, kein osteuropäischer Schiedsrichter mit kreativer Linienführung. „Es ist unnatürlich“, sagte JP, „eine Woche nur Bundesliga.“ „Gewöhn dich dran“, sagte SamiNo, „das ist Deutschland.“ In der Kabine hing ein neuer Plan. Nicht taktisch, sondern organisatorisch: Montag: Regeneration. Dienstag: Leverkusen. Mittwoch: nochmal Leverkusen. Donnerstag: Aufhören, über Leverkusen zu reden. Freitag: Fahrt nach Leverkusen. JP hatte daneben mit Filzstift ergänzt: „Samstag: überraschen.“ Niemand wusste, wen. Der erste Spieltag führt die Eintracht zu Bayer 04 Leverkusen. Gut sortiert, ambitioniert, immer ein bisschen beleidigt, wenn man sie nicht ernst genug nimmt. JP nahm sie sehr ernst. Er sprach drei Tage lang ausschließlich in Farben. „Sie sind rot“, sagte er. „Alle sind rot“, sagte SamiNo. „Nein“, erwiderte JP, „sie sind aggressiv rot. Wie Lippenstift nach schlechtem Küssen.“ SamiNo schloss kurz die Augen. Am zweiten Spieltag kommt Ben von Braunschweig nach Frankfurt. Neuer Trainer, neues Vokabular, frische Pressekonferenzen. JP freute sich. „Neue Trainer sind wie ungeöffnete Pralinen“, sagte er. „Du meinst, man weiß nicht, was drin ist?“ „Nein“, sagte JP, „man weiß nur, dass es irgendwann klebrig wird.“ Und irgendwo im Norden schrieb Kaiserchen-Klein-Suchti bereits an seinem ersten Artikel. Man hörte es förmlich. Das Tippen. Das Einatmen. Die Vorbereitung der nächsten großen Ankündigung. JP grinste. „Er wird wieder sagen, dass sie uns regieren.“ „Lass ihn“, sagte SamiNo. „Aber Chef“, flüsterte JP, „Revolutionen scheitern selten an Gegnern. Meist an sich selbst.“ Die Tage vergingen. Die Saison stand vor der Tür. Keine Hymne, kein Europapokal, kein Vorwand. Nur Liga. Am Abend vor dem ersten ZAT saßen SamiNo und JP noch im Büro. „Weißt du“, sagte JP plötzlich, ganz leise, „vielleicht ist das unsere beste Saison.“ „Warum?“ JP zuckte mit den Schultern. „Kein Europa. Kein Lärm. Nur Fußball.“ Er stand auf, ging zur Tür, drehte sich noch einmal um und sagte: „Und falls wir doch scheitern... ich kenne da einen Strand. Da lernt man viel über Timing.“
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| 822 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert) | |
Starke Vorbereitung in Stuttgart
| ZAT 1, Florian Kraus für VfB Stuttgart am 24.01.2026, 09:52 | |
Die Vorbereitung auf die neue Saison stand ganz bewusst unter dem Zeichen der Kontinuität. Nach einer Spielzeit, in der wir als Mannschaft gewachsen sind und uns in vielen Phasen bereits auf einem sehr stabilen Niveau präsentiert haben, war es unser erklärtes Ziel, genau dort anzuknüpfen. Statt alles neu zu denken, haben wir uns darauf konzentriert, die vorhandenen Stärken weiter auszubauen, Abläufe zu verfeinern und die Automatismen im Spiel zu festigen. In intensiven Trainingseinheiten wurde sowohl an der körperlichen Basis als auch an taktischen Details gearbeitet. Ein besonderer Fokus lag auf dem Zusammenspiel zwischen den Mannschaftsteilen, auf sauberem Positionsspiel und einer klaren Rollenverteilung auf dem Platz.
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| 376 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert) | |
Man schaut gespannt auf die ersten Spieltage
| ZAT 1, Wasserlasser für FC Augsburg am 24.01.2026, 02:01 | |
Die neue Saison geht los und wieder ist der FC Augsburg der Gejagte. Man muss abwarten wie die Mannschaft von Wasserlasser in die neue Saison startet. Letzte Saison war der Start ja mehr als Durchwachsen bis Wasserlasser wieder das Ruder in die Hand nahm. Wenn man dieses Jahr besser startet sollte einer erfolgreichen Saison nichts mehr im Wege stehen. Favorit will man nicht sein, aber das Ziel ist ganz klar, dass man wieder oben mit mischt. Auf viele spannende Spiele dürfen sich die Fans in Augsburg freuen und auch wenn es mal nicht so läuft, dann weiss man in Augsburg dass die Fans auch weiter hinter einem stehen. Jeder Punkt zählt und mit dem ersten Spieltag will man das Punktekonto gleich mal ordentlich füllen. |
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| 128 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert) | |
Die 68 lebt! (Artikel auf Dialekt)
| ZAT 1, xMythos1904x für SV Waldhof Mannheim am 22.01.2026, 13:22 | |
Uffm Waldhof is was los un zwar so einisches. Aus de Baracke uffm Waldhof steigt dischda Rauch in de Himmel weil die Barackler die Pyro zünde als gäbs kee moje. Selbsch de Ellenberger (Der Wichser!) reescht sich iwwa de gonze Lämm uff un däd sich an derre Stell winsche, dass die Zehnbauer wieder in de Baracke lebt un weje ihm bei de Bolizei orieft.
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| 171 Wörter. (Artikel wird mit 0,4 TK honoriert) | |
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